IGGÖ verurteilt Forderung nach „Ramadan-Verbot“

"Unzulässige Eingriffe in Grundrechte dürfen nicht toleriert werden"

Wien (OTS/IGGÖ) - Statt an Lösungen zu arbeiten, setzt die Bundesregierung mit der neuen 15a-Vereinbarung zur Elementarpädagogik ihren aktuellen Weg der Verbots- und Symbolpolitik fort. Schützenhilfe erhält man in diesem Zusammenhang vom Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger, der sich darüber hinaus für eine Ausweitung des Kopftuchverbots auch für die Volksschule und ein generelles "Ramadan-Verbot" für Schüler ausspricht. "Ich bin froh, dass wir als Musliminnen und Muslime in Österreich noch verfassungsmäßig gewährleistete Grundrechte haben, die die freie Religionsausübung eines jeden einzelnen sicherstellt. Widrigenfalls wären im Rahmen des aktuell vorherrschenden antimuslimischen Diskurses wohl sämtliche ethischen Grenzen längst überschritten worden. Wenn in Zusammenhang mit einem Ramadan-Verbot für Schüler schon teilweise von "Zwangsernährung" die Rede ist, dann ist klar eine rote Linie überschritten.", hält Präsident Olgun einleitend empört fest und ergänzt: "Was wir im Bildungsbereich brauchen sind weder weitere Verbote noch Angstmacherei, sondern vielmehr sachliche und lösungsorientierte pädagogische sowie soziale Maßnahmen, die sicherstellen, dass jedes Kind die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft hat." 

Besonders absurd erscheint Kimbergers Forderung unter dem Blickwinkel, dass muslimische Kinder im Regelfall in diesem Alter gar zum Fasten verpflichtet sind. Auch die Tatsache, dass ein Vertreter der Lehrerschaft statt von den Verantwortlichen pädagogische Maßnahmen einzufordern, den derzeit in der Politik vorherrschenden ausgrenzerischen Trend noch weiter befeuert. Die IGGÖ warnt ohnehin schon seit geraumer Zeit, dass alle Zeichen darauf hindeuten, dass diese Regierung ein generelles Kopftuchverbot in allen Lebensbereichen anstrebt. Was besonders empörend ist, dass man nicht einmal davor zurückschreckt, Politik auf dem Rücken von Kindern zu machen, um den Weg dafür zu ebnen. "Diese Form der Verbots- und faktenbefreiten Symbolpolitik schafft Ausgrenzung sowie Polarisierung und führt sicherlich nicht zu einem besseren Miteinander - weder in der Schule, noch in anderen Lebensbereichen", stellt Olgun fest.

Ibrahim Olgun
Präsident der IGGÖ 

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