„WELTjournal spezial“ von Ben Segenreich und Karim El-Gawhary: „70 Jahre Israel – Zwei Seiten einer Staatsgründung“

Zum ORF-Programmschwerpunkt „70 Jahre Staatsgründung Israel“ am 9. Mai um 22.30 Uhr in ORF 2; im „WELTjournal +“: „Ben-Gurion – Israels Übervater“

Wien (OTS) - Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts „70 Jahre Staatsgründung Israel“ (Details unter presse.ORF.at) steht am Mittwoch, dem 9. Mai 2018, um 22.30 Uhr die von Ben Segenreich und Karim El-Gawhary gestaltete „WELTjournal“-Spezialausgabe „70 Jahre Israel – Zwei Seiten einer Staatsgründung“ auf dem Programm von ORF 2. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.20 Uhr „Ben-Gurion – Israels Übervater“.

WELTjournal spezial: 70 Jahre Israel – Zwei Seiten einer Staatsgründung

Israel feiert heuer sein 70-jähriges Bestehen: Am 14. Mai 1948, drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Holocaust mit sechs Millionen jüdischen Opfern, wurde mit UNO-Unterstützung Israel als Staat der Juden gegründet. Für die Palästinenser, die aus ihren Gebieten flüchteten oder vertrieben wurden, gilt dieser Tag als der Tag der Katastrophe, dem Krieg und Besatzung folgten. Israel-Korrespondent Ben Segenreich und Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary zeigen, wie unterschiedlich sich das Leben der beiden Völker entwickelt hat – in einem Land, das nur so groß ist wie Niederösterreich, über das aber ständig debattiert wird.

Ben Segenreich beginnt seinen Streifzug durch Israel bei aus Österreich stammenden Zeitzeugen, die sich vor den Nazis in den entstehenden jüdischen Staat retten konnten: Aviva Schneider, geboren 1926 in Wien, erinnert sich an dessen Geburtsstunde und an den Angriff der arabischen Armeen. Heute, 70 Jahre später, erklärt die junge Offizierin Shir Portman, warum der Wehrdienst in Israel eine Selbstverständlichkeit ist. Die muslimische Karatemeisterin Hanan Drawshe spricht über die gespaltene Identität der israelischen Araber. Segenreich zeigt, dass in Jerusalem die verschiedenen Völker, Kulturen und Religionen relativ friedlich miteinander leben. Er schildert, wie sich das kleine Land zu einer „Start-up-Nation“ und einer Innovations-Supermacht entwickelt hat, die etwa bei der Entwicklung des Autos der Zukunft eine große Rolle spielt. Und er besucht Netiv Haassara, jenes israelische Dorf, das am nächsten beim Gaza-Streifen liegt – es ist wie ein Symbol für Israels Lage: gute Lebensqualität hinter Schutzmauern.

Karim El-Gawhary zeigt die zweite Seite der Staatsgründung: Die Palästinenser nennen sie „Al-Nakba“, die Katastrophe. Für sie ist es nicht nur ein Datum in ihrer Geschichte, sondern ein fortwährender Zustand. Eine „Quelle des Verlustes und des Leidens“, wie es die prominente palästinensische Politikerin Hanan Aschrawi im Gespräch bezeichnet. El-Gawhary trifft den 81-jährigen Abu Khaled, der die Vertreibung als Kind erlebt hat und der heute noch die Schlösser seines früheren Elternhauses aufbewahrt. In Betlehem besuchte er die palästinensische christliche Souvenirhändlerin Claire Anastas, deren Laden im Schatten der Mauer liegt, die Israel als „Sicherheitswall gegen Terrorismus“ bezeichnet und die Palästinenser „Apartheid-Mauer“ nennen.

WELTjournal +: „Ben-Gurion – Israels Übervater“

Israels erster Regierungschef David Ben-Gurion wird heute noch als Vater der israelischen Nation verehrt. Er war es, der am 14. Mai 1948 in Tel Aviv die israelische Unabhängigkeitserklärung verlas und damit den Staat Israel ausrief. In den Jahrzehnten zuvor, während der britischen Mandatszeit, hatte Ben-Gurion maßgeblich die politischen, gesellschaftlichen und militärischen Strukturen dafür geschaffen. In seine Amtszeit fielen überwältigende militärische Erfolge gegen die arabischen Nachbarländer ebenso wie Projekte zur Urbarmachung der Wüste und zur Ansiedlung von Juden aus aller Welt. „WELTjournal +“ zeigt erstmals verschollen geglaubte Aufnahmen Ben-Gurions aus dem Jahr 1968, als der israelische Gründervater 82 Jahre alt war und mit seiner Frau in einem Kibbuz in der Wüste Negev lebte. Er zieht Bilanz über sein politisches Leben und die politische Entwicklung Israels – und spart auch nicht mit Kritik an seinen Nachfolgern: Seine Vision einer vorbildlichen Gesellschaft habe sich nicht verwirklicht. Ben-Gurions Aussagen gewähren überraschende Einblicke in die Geschichte Israels und klingen heute nicht weniger aktuell als damals.

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