150 Jahre Wiener Staatsoper: „matinee“ mit Doku „Wunderwelt Staatsoper“ und Porträt „Christian Thielemann – Mein Strauss“

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Ganz im Zeichen des 150-Jahr-Jubiläums der Wiener Staatsoper steht die „matinee“ am Sonntag, dem 26. Mai 2019, um 9.05 Uhr in ORF 2. Zunächst führt Startenor Rolando Villazón in einer Dokumentation von Felix Breisach durch die „Wunderwelt Staatsoper“, die das Haus am Ring aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigt. Um 10.00 Uhr erläutert Maestro Christian Thielemann, der am 25. Mai die Festpremiere von Richard Strauss’ Oper „Frau ohne Schatten“ dirigieren wird, seine Sicht auf den widersprüchlichen Komponisten und ehemaligen Direktor des Hauses. Den Abschluss des von Clarissa Stadler präsentierten Kulturvormittags macht „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps.

„Wunderwelt Staatsoper“ (9.05 Uhr)

Zum 150-Jahr-Jubiläum der Wiener Staatsoper entstand unter der Regie von Felix Breisach eine Dokumentation, bei der mit Roland Villazón ein gleichsam beliebter wie berühmter Tenor durch das Haus am Ring und seine wechselvolle Geschichte führt. Dabei schöpft er auch aus seinen eigenen Erfahrungen mit der ehrwürdigen Institution und blickt mit Humor und Dankbarkeit hinter die Kulissen. Er begegnet dabei vielen Kollegen – Sängern, Orchestermitgliedern, Direktoren, Tänzern und Bühnenarbeitern –, die zum Geburtstag der Staatsoper originelle wie berührende Geschichten zum Besten geben.
Mit den Bühnenarbeitern tritt auch der bekannte Perkussionist Sebastian Brugner in Aktion und gestaltet mit einem Teil von ihnen eine Schlagwerkkomposition, die unter dem Motto „Umbau-Pause“ den Beifall der Kolleginnen und Kollegen findet. Während das Architektenteam um Thomas Pucher Nutzen und Entwicklung der Wiener Staatsoper erklärt und dabei einen „neuen“ Schauplatz für die Opernbühne entwirft, erweist sich Konrad Paul Liessmann einmal mehr als musikalischer Opernkenner mit philosophischem Hintergrund. Was wäre die Wiener Oper ohne ihre kritischen Stehplatzbesucher/innen? Sie werden in der Dokumentation zu ihren Vorlieben und Abneigungen, zu bevorzugten Sängerinnen und Sängern und Inszenierungen befragt, und sie stellen sich auch ohne Umschweife einer Konfrontation mit den Wiener Philharmonikern, wenn es um das Erraten von Opernzitaten geht. Die Wiener Comedian Harmonists, allesamt Mitglieder des Wiener Staatsopernchors, parodieren die berühmtesten aller „drei Tenöre“ und singen das – von Carreras, Domingo und Pavarotti in der Staatsoper allerdings nie intonierte – „O sole mio“, wo immer sich dafür ein Platzerl auf der belebten Bühne findet.
Viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur kommen zu Wort, wenn es um die Bekräftigung ihrer geradezu unveräußerlichen Liebe zu dem Haus am Ring geht – darunter natürlich auch der amtierende Staatsoperndirektor Dominique Meyer, der Doyen unter den Regisseuren, Otto Schenk, der rund 30-mal an der Staatsoper inszeniert hat, sowie „operntaugliche“ Schauspieler wie Cornelius Obonya und Peter Matić. Auf magische Weise mit der Staatsoper verbunden fühlen sich der Dramaturg und Buchautor Christoph Wagner-Trenkwitz ebenso wie die Sänger/innen Maria Nazarova, Clemens Unterreiner, Stephanie Houtzeel und viele andere.

„Christian Thielemann – Mein Strauss“ (10.00 Uhr)

Der 1959 in Berlin geborene Christian Thielemann hat bekanntermaßen ein Faible für das deutsche Musikrepertoire. In der Dokumentation von Andreas Morell spricht der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden über die musikalischen Grenzgänge seines Lieblingskomponisten. Richard Strauss, von dem Thielemann sagt, „er ist der einzige Komponist, den ich gerne kennengelernt hätte“, war seiner Zeit in mancher Weise voraus.
Strauss, dessen 70. Todestages heuer gedacht wird, ist Ton gewordener Widerspruch, komponierter Gegensatz von scheinbar Unvereinbarem. Sein Werk wird bis heute kontrovers diskutiert, dennoch gilt er als einer der bedeutendsten Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Christian Thielemann hat die Strauss-Villa im oberbayrischen Garmisch-Partenkirchen, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, schon mehrfach besucht und erzählt: „Da hat sich bis heute nichts verändert. Da stehen die Bierkrüge, hier wohnte ein gutbürgerlicher Mensch, schlief in gestärkter Bettwäsche, spielte Skat, und es gab einen anständigen Sonntagsbraten – das alles atmet diese Atmosphäre. Und dass dieser Mann dann in solche abseitigen Milieus wie ,Elektra‘ und ,Frau ohne Schatten‘ abdriftete, das spricht ja Bände.“ Wie Richard Strauss lebt auch Christian Thielemann ein „bürgerliches“ Leben mit einer großen Liebe zur deutschen Kultur, einer stattlichen Villa am Griebnitzsee und einer umfangreichen Kunstsammlung. „Ich bekenne mich dazu“, sagt er, „ich finde einfach, dass das schön ist. Guter Wein, gute Musik, tolle Orchester“. Auf unnachahmliche Weise lotet der Stardirigent Thielemann die Widersprüchlichkeiten in der Musik von Strauss aus – zwischen bürgerlichem Leben und künstlerischem Exzess, zwischen Bewahrung der Tradition und klarer Überschreitung der Grenzen.

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