68. Städtetag: Van der Bellen und LH Wallner bei der Eröffnung | PID Presse

Wien (OTS/RK) Bei der Eröffnung des 68. Städtetages in Feldkirch betonte der gastgebende Bürgermeister Wilfried Berchtold die Bedeutung des Humanismus – nicht nur in der 800 jährigen Geschichte der Stadt, sondern auch für die heutige Gesellschaft: “Äußerer Wohlstand bedingt nicht inneres Wohlbefinden”, so Berchtold. Er beobachte, dass “Die Gesellschaft Risse bekommt und der Zusammenhalt zerbröselt”. Berchtold weiter: “Wir haben eine gemeinsame Verantwortung um das Wohl der Menschen, die wahren Werte liegen im Miteinander. Achtung statt Ächtung, Ausgleich statt Ausgrenzung”, appellierte Berchtold an die Anwesenden.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen nannte in seiner Rede vier Punkte: die Europäische Union und ihre Zukunft, die Klimakrise, die Digitalisierung sowie Wirtschaft und Politik. Zu Europa sagte er, dass China in wenigen Jahren mit seinem Sozialprodukt die USA überholen werde. Die Frage sei, wie die USA reagieren werden und wie Russland damit umgehen werde. Wichtig sei daher eine gemeinsame europäische Außenpolitik. In einigen europäischen Ländern sei der “kleinkarierte Nationalismus wieder en vogue”, die EU sei aber “keine Selbstverständlichkeit, der Brexit ist passiert”. Van der Bellen:
“Ich sehe die Notwendigkeit eines neuen Miteinanders.”

Als größte Herausforderung bezeichnete der Bundespräsident die “Klimakrise” und fragte: “Tun wir genug?” Gefordert seien wir alle.

“Wie wird die Welt in zehn, zwanzig Jahren aussehen”, fragte Van der Bellen beim Thema Digitalisierung. Als Beispiel nannte er den Hamburger Hafen, der 24 Stunden vollautomatisch laufe und “keinen Menschen mehr braucht”. Außerdem sei Estland “Europameister der Digitalisierung”. Vieles, wie etwa der Gang zum Finanzamt, würden bereits mit einer Karte funktionieren. Doch dürften “Daten nicht in falsche Hände” geraten, denn dann “hört sich der politische Widerstand auf”.

Zu Wirtschaft und Politik sagte er, dass es darauf ankäme, wie die Fragen gestellt würden. Als Beispiel nannte er Interviews, die in Deutschland und Frankreich geführt wurden. Hier antworteten die BürgerInnen auf die Frage “Was ist das größte Problem?” mit “Migration”. Bei Problemen in ihrem eigenem Alltag antworteten sie hingegen mit Jobsicherheit oder Einkommen. Laut Van der Bellen könnte das Problem sein, dass sich die “Politik von den Problemen der Menschen zurückgezogen” habe. “Gegen die politische Verlassenheit muss etwas getan werden”, so der Bundespräsident abschließend.

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner meinte, dass die “enge Partnerschaft zwischen Ländern, Städten und Gemeinden intensiviert werden soll”. Entscheidende Fragen für die Entwicklung der Gesellschaft seien für ihn Europa und die Zukunft der Pflege. “Die Frage der Pflege zu Hause gehört besprochen und geklärt, wir wollen nicht, dass diese Frage ausgesessen wird”, so Wallner.“Wenn Städte und Gemeinden die Zukunft der Pflege oder die Finanzierung und den Ausbau der Kinderbetreuung auf ihre Agenda setzen, weil wichtige Vereinbarungen mit dem Bund auslaufen, so haben sie in mir einen Mistreiter”, versprach Wallner bei der Eröffnung des 68. Städtetages.

Weitere Grußbotschaften kamen von Gewerkschafter Christian Meidlinger und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

Der 68. Städtetag wird morgen in vier Arbeitskreisen fortgesetzt.

Details unter: www.staedtetag.at

Das genaue Programm und weitere Informationen finden Sie unter:
www.staedtetag.at Die RK wird laufend berichten.

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Fotocredit: Markus Wache

(Schluss) hie/sas

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