Acht ORF-Nominierungen beim Prix Europa 2020

„Vienna Blood“, „L’Animale“, „Gehört, gesehen“, „Am Schauplatz: Ausnahmezustand in Ischgl“ und vier Ö1-Radio-Beiträge

Wien (OTS) Mit acht Nominierungen geht der ORF ins Rennen um den diesjährigen 34. Prix Europa. In der Kategorie „TV Fiction“ mit dabei sind die internationale ORF-Eventproduktion „Vienna Blood“ sowie das vom ORF im Rahmen des Film/Fernsehabkommens kofinanzierte Drama „L’Animale“. In der Sparte „TV Documentary“ ist die ebenfalls ORF-kofinanzierte Doku „Gehört, gesehen – Ein Radiofilm“ vertreten. Im Wettbewerb um die begehrte Stier-Trophäe für Europas beste TV-, Radio- und Online-Produktionen ist u. a. auch Ed Moschitz‘ Reportage „Am Schauplatz: Ausnahmezustand in Ischgl“ (Kategorie „TV Current Affairs“). Nominiert sind weiters das Ö1-Hörspiel „Im Winter. six seasons – Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien. Episode 2, Winter“ (Kategorie „Radio Fiction“), die Ö1-Features „Ausgedacht. Interviews mit Madame de Staël, Tschechow, Thoreau und Balzac“ und „Willkommen in Weikendorf. Szenen einer öffentlichen Erregung“ (beides in der Kategorie „Radio Documentary“) sowie die Ö1-Initiative „Reparatur der Zukunft – Casting neuer Ideen“ (Kategorie „Digital Media Projects“). Der Prix Europa 2020 geht von 18. bis 25. Oktober in Potsdam über die Bühne.

Die Nominierungen im Überblick:

„Vienna Blood“ (Kategorie „TV Fiction“)

Eine internationale ORF-Eventproduktion in Starbesetzung: Basierend auf den „Liebermann“-Erfolgsromanen von Frank Tallis gehen Matthew Beard und Juergen Maurer in der historischen Krimireihe „Vienna Blood“ auf unkonventionelle Mörderjagd. In weiteren Rollen spielen in den ersten drei Teilen u. a. Jessica De Gouw, Luise von Finckh, Conleth Hill, Ursula Strauss, Harald Windisch, Simon Hatzl, Rainer Wöss, Christoph Luser, Roland Koch, Gerhard Liebmann, Maria Bill, Petra Morzé, Alma Hasun, Karin Lischka und Josef Ellers. Regie führten Robert Dornhelm und Umut Dag nach Drehbüchern von Steve Thompson.

„Vienna Blood – Die letzte Séance“ ist eine Produktion von MR FILM und Endor Productions in Koproduktion mit ORF, ZDF, Red Arrow Studios, hergestellt mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und Niederösterreich Kultur.

„L’Animale“ (Kategorie „TV Fiction“)

Drehbuchautorin und Regisseurin Katharina Mückstein erzählt in ihrem Coming-of-Age-Drama „L’Animale“ eine Geschichte über Leidenschaft, Begehren, Vernunft. Vor der Kamera standen für diesen preisgekrönten, vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Kinofilm, der bei der Berlinale 2018 seine Weltpremiere feierte und im Jänner 2020 anlässlich des Österreichischen Filmpreises erstmals in ORF 1 zu sehen war, u. a. Sophie Stockinger, Kathrin Resetarits, Dominik Warta, Julia Franz Richter, Jack Hofer, Stefan Pohl, Dominic Marcus Singer, Simon Morzé, Eva Herzig, David Oberkogler, Martina Spitzer, Lisa C. Nemec und Johanna Orsini-Rosenberg.

„Gehört, gesehen – Ein Radiofilm“ (Kategorie „TV Documentary“)

„Ö1 gehört auch gesehen“, dachten sich die beiden österreichische Regisseure Jakob Brossmann und David Paede und drehten einen Film über den Kultursender Ö1. Der vom ORF im Rahmen des Film/Fernsehabkommens kofinanzierte Dokumentarfilm blickt hinter die Kulissen von Ö1 und beobachtet den Sender über mehr als zwei Jahre hinweg. Im Zentrum steht das Jahr 2017, in dem Ö1 nicht nur seinen 50. Geburtstag feierte, sondern deutliche Veränderungen im akustischen und visuellen Erscheinungsbild erlebte. Seine 200 Stunden Rohmaterial arrangierte das Regieduo im Schneideraum rund um das Epizentrum des 50. Geburtstagsfestes von Ö1. „Gehört gesehen“ kommt ohne Interviews und Off-Kommentare aus und setzt stattdessen ganz auf genaue Beobachtung.

„Am Schauplatz: Ausnahmezustand in Ischgl“ (Kategorie „TV Current Affairs“)

Ischgl war einst ein armes Bauerndorf, bis man 1963 die längste Seilbahn im ganzen Land baute. Die folgenden Jahre brachten einen gigantischen wirtschaftlichen Aufschwung und rasch wurde aus den Bergen rund um Ischgl eines der modernsten Skigebiete Österreichs. Ein Hoteldorf mit 1,4 Millionen Nächtigungen und gigantischen Liftanlagen, die jede Stunde 94.000 Menschen zu Berg befördern können. Mit Ausbruch der Corona-Krise herrschte in Ischgl der Ausnahmezustand. „Am Schauplatz“-Reporter Ed Moschitz dokumentierte für seine Reportage am 2. April 2020 um 21.05 Uhr in ORF 2 den Umgang des Tourismusorts mit der Krise.

Ö1-Hörspiel: „Im Winter. six seasons – Von Bildern im Kunsthistorischen Museum Wien. Episode 2, Winter“ (Kategorie „Radio Fiction“), Hörspiel von Christian Lerch und Philip Scheiner

Pieter Bruegels Jahreszeitenzyklus steht stellvertretend für die Malerei vergangener Jahrhunderte. Neben den vier heute gebräuchlichen Jahreszeiten markieren Vorfrühling und Frühsommer Übergänge zwischen Lebensphasen. Magda Woitzuck hat eine Elster losgeschickt, sich in Bruegels „Die Jäger im Schnee“ umzuschauen, den gemalten Figuren Geschichten anzudichten. „six seasons“ entstand in Kooperation mit dem KHM Wien. Regie: Christian Lerch und Philip Scheiner. Musik:
Peter Kaizar. Schnitt: Daniel Bren und Martin Leitner. Ton: Anna Kuncio und Martin Leitner. Mit Eva Mayer, Pippa Galli, Sona MacDonald, Sven Dolinski, Joseph Lorenz und Wolfgang Hübsch. Das Ö1-Hörspiel „Winter“ wurde am 7. Dezember 2020 gesendet.

Ö1-Feature: „Ausgedacht. Interviews mit Madame de Staël, Tschechow, Thoreau und Balzac“ (Kategorie “Radio Documentary”), Feature von Alfred Koch

Mehr als 25 Jahre hat Alfred Koch Interviews mit Schriftsteller/innen geführt, wofür er zahlreiche Preise erhielt und 2018 mit dem Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Für dieses Feature saß er in einer abgelegenen Hütte aus dem 19. Jahrhundert in den tiefen Wäldern Schwedens und dachte sich Fragen aus – für Schriftsteller/innen, die er gerne getroffen hätte, die aber schon lange tot sind. Er erfand „Interviews“ mit Germaine de Staël und Anton Tschechow, mit Henry David Thoreau und Honoré de Balzac. Das Ö1-Feature war im Rahmen von „Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren“ am 29. Dezember 2019 zu hören.

Ö1-Feature: „Willkommen in Weikendorf. Szenen einer öffentlichen Erregung“ (Kategorie „Radio Documentary“), Feature von Claudia Gschweitl

Im Sommer 2019 geriet der kleine Ort Weikendorf im Marchfeld landesweit und auch international in die Schlagzeilen. Eine palästinensische Familie wollte dort ein Haus kaufen, doch der Bürgermeister verweigerte seine Zustimmung. In einer ersten Stellungnahme begründete er die Ablehnung damit, „dass die unterschiedlichen Kulturkreise der islamischen sowie der westlichen Welt in ihren Wertvorstellungen, Sitten und Gebräuchen weit auseinander liegen.“ Diese Feststellung sorgte in der Folge für einigen Wirbel. Das Feature wurde am 27. Juni 2020 in den Ö1-„Hörbildern“ gesendet.

Ö1-Initiative: „Reparatur der Zukunft – Casting neuer Ideen“ (Kategorie „Digital Media Projects“), von Monika Kalcsics, Ina Zwerger und Mirela Jasic

Ö1 startete im Jänner einen Generationendialog über die Gesellschaft von morgen – im Radio und auf seinen Social-Media-Kanälen. Mit der Programminitiative „Reparatur der Zukunft“ wird den Ideen der 20- bis 30-Jährigen mehr Raum gegeben und sich deren Fragen gestellt. Das „Casting neuer Ideen“ startete am 20. Jänner 2020 unter oe1.orf.at/zukunft. Gefragt ist alles, was Impulse zur Veränderung setzt und die Zukunft im Jetzt reparieren will. Zum Start der Ö1-Initiative gab es Schwerpunkttage von 20. bis 30. Jänner 2020, in denen zahlreiche Ö1-Sendungen das Themenfeld aufbereiteten. Begleitend dazu gibt es unter oe1.orf.at/zukunft einen Call für ein „Casting neuer Ideen“ und speziell für die Zielgruppe der unter 30-Jährigen wurde der Club „Ö1 intro“ initiiert.

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