AK-Klage brachte zwei Installateuren 46.000 Euro an ausstehenden Löhnen ein

Linz (OTS) Vier Monatslöhne sowie Überstunden, Zulagen und Sonderzahlungen waren zwei Installateuren vorenthalten worden. Mit Hilfe von AK-Juristen kamen sie zu ihrem Recht und ihrem Geld – in Summe 46.000 Euro. „Leider nur einer von vielen Fällen, in denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ihr zustehendes Geld vorenthalten wird. Vor allem die Zahlungsmoral bei Überstunden lässt zunehmend zu wünschen übrig“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

 

Zehn Monate waren zwei Installateure und Monteure zu einem Nettomonatslohn von 1800 Euro bei einem metallverarbeitenden Betrieb in Linz beschäftigt. Nach sechs Monaten zahlte der Arbeitgeber plötzlich keine Löhne mehr aus. Damit nicht genug: Schon von Anfang an blieb er Diäten, Überstunden, Zulagen, Fahrtkostenvergütungen und Sonderzahlungen schuldig. Auch nachdem die Arbeitnehmer ihre offenen Ansprüche mehrmals mündlich und in Folge auch schriftlich eingefordert hatten, leistete der Arbeitgeber keine Zahlung, woraufhin sich die Installateure an die AK wandten.

 

Die AK-Juristen machten die Ansprüche nochmals schriftlich geltend und erklärten den berechtigten vorzeitigen Austritt der beiden Arbeiter. Somit bestand zudem Anspruch auf Kündigungsentschädigung sowie Urlaubsersatzleistung. Aber auch das Interventionsschreiben der AK wurden nicht beantwortet. Daher mussten die Rechtsexperten die Ansprüche einklagen. Der Arbeitgeber brachte gegen die Mahnklage keinen Einspruch ein, weshalb sie rechtskräftig wurde und schließlich der Exekutionsantrag gestellt wurde. Bereits einen Tag später wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Arbeitgebers eröffnet.

 

4.000 Euro für nichtbezahlte Überstunden

Schlussendlich zahlte der Insolvenzfonds die Ansprüche der beiden Installateure in der Höhe von 46.000 Euro. Davon entfielen rund 4000 Euro auf nichtbezahlte Überstunden. Eigentlich wäre es mehr gewesen. „Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lassen sich aus Angst um ihren Job oft zu lange hinhalten, bevor sie etwas gegen ausstehende Zahlungen unternehmen. Daher bleiben wir bei unserer Forderung: Unternehmen sollen für jede nichtbezahlte Über- und Mehrarbeitsstunde einen Strafzuschlag von 100 Prozent bezahlen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

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Arbeiterkammer Oberösterreich
Hans Promberger
050 6906 2161
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