AK-Vollversammlung beschließt Budget für 2018: Gut 38 Prozent für den kostenlosen Rechtsschutz

8. Vollversammlung der XV. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Die Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich hat heute den Budgetvoranschlag für das Jahr 2018 in Höhe von 88,1 Millionen Euro mit großer Mehrheit angenommen. Mehr als 38 Prozent der verfügbaren Mittel verwendet die AK für den Rechtsschutz ihrer Mitglieder. „Der hervorragende Start der neuen AK-Bezirksstelle Linz-Land beweist, dass die Mitglieder es schätzen, wenn wir unsere Angebote näher zu ihnen bringen“, sagt AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA.

   Die Einnahmen der Arbeiterkammer Oberösterreich kommen fast zur Gänze aus den Beiträgen ihrer Mitglieder. Im Schnitt macht der Mitgliedsbeitrag rund sieben Euro netto im Monat aus. Dieser niedrige Beitrag ist nur möglich, weil alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer automatisch Mitglied sind. Dadurch zahlen auch jene, die ein geringes Einkommen haben oder arbeitslos sind, keinen Beitrag und erhalten trotzdem alle Leistungen der AK kostenlos. Rund ein Fünftel der AK-Mitglieder zahlt keinen Beitrag.

   Wie schon in den Jahren zuvor wird auch 2018 wieder die arbeits- und sozialrechtliche Beratung und Vertretung der AK-Mitglieder im Mittelpunkt stehen. „Für die große Nachfrage sind 34,2 Millionen Euro vorgesehen. Im Gesamtbudget werden die Kosten für den Rechtsschutz gut 38 Prozent betragen“, stellt Moser fest.

   Der AK-Direktor verweist auf die hervorragende Beurteilung des AK-Beratungsangebotes: „Weit mehr als 90 Prozent der Mitglieder, die mit uns Kontakt hatten, waren zufrieden oder sehr zufrieden.“ Einsparungen sind vor allem beim Sachaufwand vorgesehen. In den letzten fünf Jahren konnte beispielsweise der Aufwand für Post- und Fahrtaufwand um ein Drittel gesenkt werden.

   Leistungen, die den AK-Mitgliedern direkt zugute kommen, werden weiterhin ausreichend dotiert. Für Bildung, Kultur und Jugend sieht die AK Oberösterreich 2018 insgesamt 17,3 Millionen Euro vor. „Die Angebote reichen von der finanziellen Förderung beruflicher Weiterbildung über die Dialog-Workshops und Berufsschulvorträge, an denen jährlich rund 20.000 Jugendliche teilnehmen, bis hin zur Bildungsberatung und zur digitalen Bibliothek“, informiert der AK-Direktor. Der AK-Bildungsbonus wurde auf 130 Euro angehoben, die Dialog-Workshops wurden noch moderner gestaltet.

   Für den Konsumentenschutz sowie für wirtschaftspolitische und wissenschaftliche Expertisen wird die AK Oberösterreich im nächsten Jahr rund 9,7 Millionen Euro ausgeben.

   Ein neues, wichtiges Tätigkeitsfeld ist die Registrierung der nichtärztlichen Gesundheitsberufe. Diese gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme dient der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen und damit dem Schutz der Patientinnen und Patienten, aber auch dem Schutz der Beschäftigten vor schlecht ausgebildeter Konkurrenz. Dafür wendet die AK 2018 rund 1,4 Millionen Euro auf. „Wir haben erreicht, dass die Registrierung für die Betroffenen kostenlos ist. Sie erhalten damit ein europaweit gültiges Berufszertifikat“, sagt Moser.

   Die Einnahmen die AK steigen nominell gegenüber 2017 um voraussichtlich 1,27 Prozent. Berücksichtigt man die prognostizierte Inflationsrate, dann ist real mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent zu rechnen. „Die Beiträge unserer Mitglieder stellen eine gute Anlage dar“, so AK-Direktor Moser. „Werden alle Leistungen der AK in Geld bewertet, fließen für jeden Euro Beitrag drei Euro an unsere Mitglieder zurück.“

 

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Dr. Robert Eiter
+43 (0)50/6906-2188
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