Anschober: WIR schützen gemeinsam unsere Intensivstationen

Osterruhe und ab sofort besondere Vorsicht – mit Zusammenhalt schaffen wir das

Wien (OTS/BMSGPK) „Die britische Mutation hat Ost-Österreich in eine schwierige Situation gebracht: Höheres Ansteckungsrisiko, schnellere Krankheitsverläufe, dreifach höhere Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung mit intensivmedizinischem Betreuungsbedarf. Das bringt vor allem die Spitäler Wiens und ihre Intensivstationen in eine besonders schwierige Lage. Schon heute sind die Intensivstationen stark ausgelastet. Wir müssen die weitere Ausbreitung des Virus stoppen, damit weniger von uns schwer erkranken und damit wir harte Triagen vermeiden können. Wir müssen es schaffen, dass weiterhin alle, die wegen lebensgefährlicher Erkrankungen oder schwerer Unfälle die beste Betreuung brauchen, diese auch erhalten. Und das können wir nur dann erreichen, wenn wir alle einen Betrag dazu leisten. Die Osterruhe ist ein Teil davon – die Lösung ist aber jeder Einzelne von uns. FFP2-Maske, Mindestabstand und Testen – das muss unser Verhalten in den nächsten Wochen sein, dann können wir es gemeinsam schaffen – uns selbst zu schützen, die Anderen schützen und damit unsere Intensivstationen schützen”, appelliert Gesundheitsminister Rudi Anschober an die Bevölkerung in ganz Österreich, ganz besonders eindringlich aber an die BewohnerInnen Ost-Österreichs.****

Schon heute werden in Österreich 446 Menschen in Intensivstationen betreut, in Wien sind es 167. Noch nie zuvor in der Pandemie waren so viele schwer an Covid-Erkrankte in den Wiener Spitälern. Die Prognose ist alarmierend: Wenn uns keine Trendwende gelingt, dann werden es am 7. April, also etwa in zwei Wochen, sogar 260 IntensivpatientInnen sein. Das wäre eine dramatische Überlastung und diese müssen wir mit aller Kraft verhindern.

Daher starten wir gemeinsam eine „Osterruhe für Ost-Österreich” – eine Cool-Down-Phase ab 1. April, Gründonnerstag, bis einschließlich 6. April, dem Dienstag nach Ostern:

1. Durch Maßnahmen für diese Ostertage: Ausgangsbeschränkung von 0-24 Uhr mit den bekannten Ausnahmen wie Hilfeleistung in Notfällen, Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse, Erholung und berufliche Gründe. Schließung des Handels (Ausnahme für jene Geschäfte, die Güter des täglichen Bedarfs anbieten etwa Lebensmittel, Apotheken) und Schließung der körpernahen Dienstleistungen. FFP2-Maske in geschlossenen Räumen, wenn mehr als eine Person anwesend ist. Der zusätzliche, dringende Appell lautet: Home-Office verstärkt nutzen, physische Treffen vermeiden, Abstand halten, FFP2-Maske tragen und vor etwaigen Treffen Selbsttests durchführen.

2. Durch einige Tage Distance – Learning nach den Osterferien – nach der Rückkehr in die Schule ab dem 12. April gibt es PCR-Testungen für PädagogInnen und SchülerInnen.

3. Durch Maßnahmen, die wir am Gründonnerstag beginnen und länger fortsetzen wollen: Betriebstestungen, einmal pro Woche verpflichtend. Zugangstests für Handel (ausgenommen ist der Kauf von Gütern des täglichen Bedarfs). Stärkere Kontrollen von ArbeitspendlerInnen aus Risikoregionen – zwei Tests pro Woche, die nicht älter als 72 Stunden sein dürfen und stärkere Grenzkontrollen.

Anschober: „Diese Maßnahmen werden uns helfen, die schwierige Herausforderung zu schaffen. Entscheiden werden wir aber selbst. Tagtäglich mit unserem Beitrag, mit Verantwortung und Zusammenhalt – wir können und werden ein Teil der Lösung sein.” (schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Margit Draxl
Pressesprecherin
+43 1 711 00-862477
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www.sozialministerium.at



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