Armenisch Apostolische Gemeinde in Österreich fordert Vermittlung der Bundesregierung in Berg-Karabach

Wien (OTS) Die Bundesregierung muss dazu beitragen, den neuerlichen und brandgefährlichen Konflikt um Berg-Karabach zu entschärfen. Das fordert die Armenisch Apostolische Kirchengemeinde in Österreich (AAKG). Die durch Aserbaidschan begonnenen kriegerischen Auseinandersetzungen sind allein durch Diplomatie zu stoppen – es kann nur eine politische Lösung geben.

Am Sonntagmorgen hat die Regierung in Baku Kampfhandlungen entlang der gesamten Kontaktlinie zwischen Aserbaidschan und Berg-Karabach (Arzach) ausgeführt. Der fortlaufende Angriff richtet sich gegen die kleine armenische Republik und ihre Zivilbevölkerung. Von den Anschlägen ausgenommen ist auch nicht das Staatsgebiet der Republik Armenien und seine Zivilbevölkerung.

Das innenpolitische Kalkül des Präsidenten Aserbaidschans, Ilham Aliyev, zielt darauf ab, sein Amt um jeden Preis halten zu können. Durch den „äußeren Feind“ soll so von den inneren Problemen eines autoritären Präsidenten abgelenkt werden. Dieses Ziel verfolgt er auf Kosten der armenischen Zivilbevölkerung von Berg-Karabach und Armenien. Gleichzeitig wird jede Form der friedlichen Beilegung des Konflikts durch Verhandlungen oder durch die ablehnende Haltung gegenüber OSZE-Beobachtern verweigert.

In den letzten Wochen und Monaten wurden die aserbaidschanische Kriegsrhetorik und die Vorbereitung auf einen Krieg zunehmend durch die Türkei und ihren Präsidenten Erdogan gestärkt. Dieser hat nicht nur eine Offensive in Zypern geplant, leugnet nicht nur den Genozid an der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich, sondern stellt auch obszöne Ansprüche an das Nachbarland Griechenland. Nun scheint es auch so, dass auf türkische Initiative syrische ISIS-Kämpfer in Aserbaidschan gegen die Armenier kämpfen. Vertreter türkischer Parteien sprechen weiters davon, „das zu beenden, was die Vorfahren begonnen haben“. Deshalb bedarf es seitens der EU und der Bundesregierung, Druck auf den schwierigen Partner Türkei auszuüben, der mitten in der Corona-Pandemie mehrere Kriege in der Region antreibt und zunehmend zur Instabilität in Europa beiträgt.

Die Armenisch-Apostolische Kirchengemeinde in Österreich (AAKG) verurteilt diesen Angriffskrieg Aserbaidschans aufs Schärfste und appelliert an die österreichische Bundesregierung, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um diesen Krieg mit all den verheerenden Folgen zu stoppen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Die Bundesregierung, allen voran der Bundeskanzler und der Außenminister, aber auch alle im Nationalrat vertretenen Parteien werden gebeten, zu einer sofortigen Beilegung der aktuellen Kampfhandlungen sowie einer Rückkehr Aserbaidschans an den Verhandlungstisch beizutragen. Eine weitere Verschärfung der aktuellen Flüchtlingskrise kann niemand in Europa wollen.

Die Europäische Union steht auf dem Wertefundament von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Freiheit. Diese Grundfreiheiten und Rechte haben sich auch die Armenier in Berg-Karabach hart erkämpft. Die Zivilbevölkerung möchte in Frieden und Freiheit leben.

Österreich und die EU sind deshalb gefordert, diesen Angriff Aserbaidschans klar zu verurteilen und sich für Frieden und Freiheit in der Region einzusetzen. Die Menschen in Berg-Karabach und Armenien wollen ihr Recht auf ein Leben in Freiheit nicht in die Hände der zwei Diktatoren in Baku und Ankara legen. Wir als Bürgerinnen und Bürger eines freien Österreichs sind gefordert, sie dabei mit allen Mitteln zu unterstützen!

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat der Armenisch-Apostolischen Kirchengemeinde Österreich
office@aakg.at



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