Augengesundheit: Vorbeugen ist besser als Heilen!

Wann waren Sie zuletzt beim Augenarzt?

Wien (OTS) - Vorbeugen Sie besser als Heilen! Dieses Motto gilt besonders für die Gesundheit unserer Augen, zumal gutes Sehen Lebensqualität bedeutet. Der Augenarzt als Spezialist für gutes Sehen begleitet Sie durchs Leben:

Mutter-Kind-Pass-Untersuchung, Schielen, Fehlsichtigkeit und Augenerkrankungen entdecken

Im Rahmen des Mutter-Kind-Passes sind zwei augenärztliche Untersuchungen vorgesehen: Die erste im 10. bis 14. Lebensmonat, diese kann auch durch den Kinderarzt erfolgen. Die zweite Untersuchung muss zwischen dem 22. und 26. Lebensmonat von einem Facharzt bzw. einer Fachärztin für Augenheilkunde und Optometrie durchgeführt werden. Die Erkennung von Fehlsichtigkeit im Kindesalter ist von besonderer Bedeutung, zumal hier die Weichen fürs Leben gestellt werden. Eltern sollten bedenken, dass ein Kind seine Fehlsichtigkeit oft selbst nicht bemerkt, weil ihm ja der Vergleich zur Normalsichtigkeit fehlt.

Kinderaugen & Lernen – Lernprobleme durch Fehlsichtigkeit

Oft genug ist es nur unerkannt schlechteres Sehen, das dem Kind ein Zurechtfinden im Lernalltag erschwert und den Schulerfolg nachhaltig negativ beeinflusst. Immer wieder werden solche Kinder als Legastheniker, lernunwillig oder verhaltensauffällig abgestempelt -dabei wäre das Problem ganz einfach zu lösen. Die richtige Brille oder Kontaktlinsen können dabei helfen, Lernprobleme zu beheben und die Lebensqualität der Kinder (und der Eltern) zu steigern. Die Gesellschaft der österreichischen Augenärzte (ÖOG) hat zu diesem Thema ein 3-Jahres-Projekt initiiert, um Schulärzte, Pädagogen, Direktoren und Eltern zu informieren.

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Nach Modellrechnungen wird bis 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein! Die Hauptursachen liegen bei Lichtmangel in der Kindheit bzw. bei zu viel Naharbeit. Zur Vorbeugung sollten sich Kinder daher möglichst zwei Stunden pro Tag im Freien aufhalten und gleichzeitig die Zeiten der Naharbeit (Lesen, Arbeiten am Handy, PC, Laptop, Tablet) reduzieren. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen helfen, die Myopie rechtzeitig zu erkennen, gegenzusteuern und Folgeerkrankungen zu verhindern.

Bildschirmarbeit, trockenes Auge

Immer mehr Menschen leiden unter dem sogenannten "Trockenen Auge" und klagen über Brennen oder Fremdkörpergefühl. Die Ursachen: Durch vermehrte Bildschirmarbeit, Klimaanlagen, UV- und Ozon-Einwirkung sowie durch Medikamente wie der Pille kommt es zur Schädigung des Tränenfilms. Besorgniserregend: Immer mehr junge Leute sind davon betroffen. Das Trockene Auge ist kein kosmetisches Problem, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Der Tränenfilm dient nicht nur der Befeuchtung der Hornhaut, sondern er enthält eine ganze Reihe wichtiger Stoffe zur Abwehr von Erregern. Ist er nicht mehr intakt, kommt es zum Aufreißen des schützenden Filmes, zu regelrechten Löchern, durch die Keime eindringen und oft schwere Infektionen verursachen können.

Führerschein

Die Augenuntersuchung von Führerscheinwerbern soll der Verkehrssicherheit dienen, sowohl der des Prüflings als auch der Allgemeinheit. Nicht selten werden dabei bislang unbekannte Sehdefekte entdeckt, denen nicht nur "Dioptrienabweichungen" (die mit einer Brille zu korrigieren sind), sondern echte Augenkrankheiten zugrunde liegen. Die Untersuchung beim Augenfacharzt ist daher nicht nur ein entscheidender Beitrag zur Verkehrssicherheit, sondern auch zur Volksgesundheit.

Grauer Star (Katarakt)

Eine Katarakt (Grauer Star) ist eine Trübung der Augenlinse. Die Augenlinse funktioniert wie die Linse eines Fotoapparates. Sie fokussiert die einfallenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut im hinteren Augenabschnitt und erzeugt dort eine scharfe Abbildung, die in weiterer Folge an das Gehirn weitergeleitet wird. Wenn die Linsentrübung zunimmt, wird das Sehvermögen schlechter. Erste Anzeichen sind Schwierigkeiten beim Fahren in der Nacht oder bei wechselnden Lichtverhältnissen, Blendung, erschwertes Lesen, herabgesetzte Farberkennung oder häufige Änderung der Brillenglasstärke. Ein Grauer Star kann so weit fortschreiten, bis nur noch hell und dunkel unterschieden werden kann.

Glaukom (Grüner Star)

Das Glaukom, im Volksmund auch „Grüner Star“ genannt, ist eine Erkrankung des Sehnervs. Es ist weltweit die häufigste Ursache irreversibler Erblindung. Die Krankheit verläuft schleichend und wird oft erst erkannt, wenn der Sehnerv bereits irreparabel geschädigt ist. Die Betroffenen leiden dann unter Gesichtsfeldausfällen, die bis zur völligen Erblindung reichen können. In Österreich sind über 80.000 Menschen betroffen, ein Großteil davon ahnt nichts von der Erkrankung. Nur mit der regelmäßigen Glaukomkontrolle durch den Augenarzt kann der „Grüne Star“ rechtzeitig erkannt werden.

Altersbedingte Makuladegeneration

Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufig auftretende Erkrankung der Netzhautmitte (Makula), die vor allem Menschen betrifft, die älter als 50 Jahre alt sind. Eine AMD tritt auf, wenn eine entsprechende familiäre Veranlagung besteht, der Zeitpunkt der Erkrankung und der weitere Verlauf wird aber durch verschiedene andere Faktoren beeinflusst, wie Rauchen, Ernährung, Übergewicht, ethnische Herkunft und Geschlecht.

Diabetisches Auge

Die diabetische Retinopathie ist in der westlichen Welt die häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen dem 20. und dem 65. Lebensjahr. Bei bis zu 90% der Typ-1-Diabetiker ist nach einer Diabetesdauer von 15 bis 20 Jahren eine Retinopathie vorhanden! Bei Typ-2-Diabetikern besteht eine Retinopathie bereits bei einem Drittel der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung des Diabetes.

Daher: Achten Sie rechtzeitig auf Ihre Augengesundheit, denn:
Vorbeugen ist besser als Heilen!

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG)
Die österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte

Ingrid Wallner, MBA
Tel.: 0664/300 82 86
Email: ingrid.wallner@augen.at
www.augen.at



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