Bio-Verordnung: Österreich muss mit einem JA jetzt Chance ergreifen

Abstimmung der EU-Regierungen am 20.11. – Österreichs Stimme könnte Ausschlag geben - JA wäre große Chance für Bio-Branche und Vielfalt

Schiltern/Wien (OTS) - Nach einem langwierigen Auf und Ab der Verhandlungen befindet sich die neue EU-Bio-Verordnung nun auf der Zielgeraden – bereits heute wird der finale Text in Brüssel diskutiert. Die EU-Regierungen stimmen kommenden Montag, 20.11., darüber ab. „Es wird spannend – denn ob eine qualifizierte Mehrheit für die Verordnung gefunden werden kann, ist noch unsicher. Die Stimme Österreichs könnte hier den entscheidenden Ausschlag geben“, so Katherine Dolan, Arche Noah Bereichsleiterin Politik.

Ein ausreichend guter Kompromiss

Doch in Österreich gibt es noch einiges an Widerstand gegen die neue Verordnung. ARCHE NOAH hat den neuen Text sorgfältig analysiert und ist überzeugt, dass die Verordnung einen ausreichend guten Kompromiss – immerhin von 28 Mitgliedstaaten – darstellt. Ihre Verabschiedung brächte wesentliche Chancen für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Vielfalt und die nachhaltige Entwicklung des Bio-Sektors mit sich. Und sie rückt immer näher. 

„Die neue EU-Bio-Verordnung würde es ermöglichen, dass Saatgut mit größerer genetischer und phänotypischer Diversität im Bio-Sektor legal vermarktet werden darf. Derzeit ist das nicht möglich – nur homogene, uniforme Pflanzensorten werden zugelassen. Die einmalige Chance, das zu ändern, liegt jetzt in Form des neuen Gesetzestextes am Tisch“, erklärt Dolan. Die Öffnung für neue Saatgutkategorien ist ein wichtiger Schritt, um den Reichtum der Kulturpflanzenvielfalt zu schützen. Wenn die neue Bio-Verordnung abgelehnt wird, ist auch diese Chance für die Vielfalt für einige Jahre passé. Die Zeit zu handeln, ist jetzt – auch für Österreichs Regierung. ARCHE NOAH appelliert deshalb an die zuständige Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, am Montag in Brüssel für die neue EU-Bio-Verordnung zu stimmen.

17.11.: Podiumsdiskussion zum Thema

ARCHE NOAH will zur öffentlichen Diskussion über die sich aus der Verordnung ergebenden Chancen und Herausforderungen für die Bio-Landwirtschaft anregen. Hierzu findet diesen Freitag in der Diplomatischen Akademie Wien eine hochkarätige Podiumsdiskussion mit Martin Häusling MEP, Chefverhandler des Europäischen Parlaments für die EU-Bio-Verordnung, statt. Infos: http://bit.ly/2yDDjHS 

Hintergrund: Die EU-Bio-Verordnung wurde seit 2014 in 18 Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Ratspräsidentschaft und EU-Parlament intensiv verhandelt. Sie soll ab Juli 2020 gültig sein. Bereits im Mai unterzeichneten auf Initiative der ARCHE NOAH über 22.000 UnterstützerInnen einen Offenen Brief an Landwirtschaftsminister Rupprechter, um Öffnungen für die Saatgut-Vielfalt in der neuen EU-Bio-Verordnung zu erwirken.

Rückfragen & Kontakt:

ARCHE NOAH, Gesellschaft zur Erhaltung und Verbreitung der Kulturpflanzenvielfalt
MMag.a Irene Schanda
Pressereferentin
+436769004641
irene.schanda@arche-noah.at
https://www.arche-noah.at/politik



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.

Hinterlasse eine Nachricht

Eigenes Pressefach für Ihre Pressemeldungen - Pressefach.eu