Bundesjugendvertretung: Junge Menschen wollen raus aus dem Krisenmodus!

BJV präsentiert notwendige Schritte für eine gerechte und krisenfeste Gesellschaft

Wien (OTS) Krisen treffen Kinder und Jugendliche besonders stark. Die Bundesjugendvertretung (BJV) hat deshalb den „Kompass für eine gerechte Gesellschaft“ erstellt. Darin fordert sie dringend notwendige Schritte zu einer krisenfesten und gerechten Gesellschaft aus Kinder- und Jugendsicht.

„Bereits vor der Corona-Pandemie gab es gesellschaftliche Probleme und Schieflagen, die Krise hat diese noch einmal drastisch verdeutlicht. Scheindebatten und ein rassistischer Diskurs auf dem Rücken von Minderheiten führten in den letzten Jahren zu massiven Ungleichheiten, die sich in den vergangenen Monaten weiter verschärft haben. Die Politik hat sich anscheinend verirrt – statt genau hinzuschauen und mit Weitsicht zu handeln, lenkt sie oft von wahren Problemen ab. Darum stellen wir jetzt einen Kompass zur Verfügung“, erklärt BJV-Vorsitzender Derai Al Nuaimi.

Die BJV fordert nachhaltige Lösungen, die vor allem jungen Menschen in Österreich neue Perspektiven eröffnen und für eine gerechte Verteilung der Chancen sorgen: „Egal, ob es um Bildung, Arbeit, Klima oder Solidarität geht – die Politik muss jetzt Maßnahmen für eine gerechte Gesellschaft setzen, die niemanden zurücklässt und alle teilhaben lässt. Das bringt nicht nur individuelle, sondern auch gesamtgesellschaftliche Vorteile mit sich“, betont BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits.

Kindergrundsicherung für alle Kinder

Aus Sicht der BJV ist eine gerechte Gesellschaft nur möglich, wenn Wohlstand fair verteilt wird. Deshalb fordert die BJV endlich Steuergerechtigkeit und die Einführung einer universellen Kindergrundsicherung. „Schon vor der Pandemie war jedes 5. Kind in Österreich von Armut betroffen oder bedroht. Diese Zahl wird angesichts der aktuell schwierigen Lage am Arbeitsmarkt leider weiter steigen. Die Politik muss jetzt notwendige Rahmenbedingungen für eine gerechte Gesellschaft schaffen, in der Kinderarmut erst gar nicht entstehen kann. Wir wollen eine Gesellschaft für alle, nicht nur für die, denen ohnehin alle Türen offen stehen“, appelliert Pavitsits.

Zugang zu Bildung sichern

Im Kampf gegen die Verfestigung von ungleichen Chancen spielt Bildung eine entscheidende Rolle. Fakt ist, dass Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Bildungsgrad und weniger Einkommen schlechtere Chancen im Bildungssystem und am Arbeitsmarkt haben. Deshalb fordert die BJV die Modernisierung und Digitalisierung im gesamten Bildungsbereich: „Zu oft haben EntscheidungsträgerInnen politische Grabenkämpfe auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen ausgetragen, anstatt zukunftsorientierte Bildungspolitik zu betreiben. Während Homeschooling mit privaten Laptops für manche kein Problem darstellte, hatten viele Kinder und Jugendlichen in den letzten Monaten keinen ausreichenden Zugang zu Bildung. Andere konnten von den Bildungseinrichtungen nicht einmal erreicht werden. Die Probleme, die sich im Bildungssystem auftun, setzen sich am Arbeitsmarkt fort“, erklärt Al Nuaimi.

Konkret fordert die BJV Endgeräte für alle SchülerInnen ab Sekundarstufe 1 und Lehrlinge. Zudem braucht es im gesamten Bildungsbereich bundesweit einheitliche Mindeststandards und einen fairen Zugang zur digitalen Lehre und zu Prüfungen. „Wir müssen endlich im Zeitalter der Digitalisierung ankommen und diese auch in das Bildungssystem und in die Ausbildung von zukünftigen Lehrkräften integrieren“, so Al Nuaimi weiter. Um gezielt gegen Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen, fordert die BJV die Schaffung neuer Lehrberufe im ökologischen, sozialen und digitalen Bereich.

Mit dem Kompass für eine gerechte Gesellschaft hat die BJV Forderungen formuliert, die als Wegweiser für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Politik zu verstehen sind. Gerade deshalb ist es wichtig, dass alle Bereiche, die sich auf junge Menschen auswirken, gleichermaßen berücksichtigt und mit politischen Maßnahmen versehen werden. „Wir wollen nicht zum Status Quo zurück und zur Generation Krise werden. Eine gerechte Gesellschaft für alle ist keine Utopie, sondern möglich, wenn keiner wegschaut und alle ihren fairen Beitrag leisten“, so Pavitsits abschließend.

Link zum Kompass & Pressefotos: https://tinyurl.com/bjvkompass

Rückfragen & Kontakt:

Bundesjugendvertretung
Anna Pranic
Öffentlichkeitsarbeit
01 214 44 99 – 15
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