Caritas begrüßt Bereitstellung von Mitteln aus dem Auslandskatastrophenfonds

Landau: Wichtiger Schritt zur akuten Armuts- und Hungerbekämpfung

Wien (OTS) Es sei ein Gebot der Stunde, dem drohenden Flächenbrand der Hungerausbreitung durch unmittelbare humanitäre Hilfe entgegenzuhalten, sagt Michael Landau, Präsident der Caritas Österreich: „Die Pandemie und die damit einhergehenden Lockdown-Maßnahmen wirken als Brandbeschleuniger auf internationale Krisen und verschärfen Armut und Hunger weltweit.“ Laut Schätzungen sei davon auszugehen, dass die Zahl der von Unterernährung betroffenen Menschen durch die Corona-Krise von 690 Millionen auf über 822 Millionen Menschen steigen wird. Das würde bedeuten, dass jede oder jeder zehnte Erdenbürgerin oder Erdenbürger betroffen sind.

Landau: „Die Erhöhung der Mittel für die humanitäre Hilfe und die Absicht der Bundesregierung, bewusst zivilgesellschaftliche Kapazitäten und Erfahrung für die Umsetzung der humanitären Hilfe zu nutzen, ist deshalb ein wichtiger und sehr erfreulicher Schritt. Diese Hilfe ist derzeit wichtiger denn je.“

Multiple Krisen verschärfen Unterernährung massiv

Seit Beginn der Pandemie setzt sich die Caritas mit den massiven Folgen der Covid-19 Pandemie in den Ländern des Globalen Südens auseinander, so der Caritas Direktor: „Viele Länder leiden – neben der Pandemie – an multiplen Krisen, wie den Folgen des Klimawandels, Dürren oder Heuschreckenplagen. In unserer Arbeit in vielen von der Hungerkrise betroffenen Ländern der Welt sehen wir, dass viele Menschen sich das Essen einfach nicht mehr leisten können. Teils kam es zu großen Preissteigerungen und Versorgungsengpässen bei Nahrungsmitteln. Zudem haben viele – vor allem Taglöhner und Gelegenheitsarbeiter ohne soziale Absicherung – ihren Arbeitsplatz verloren.“

Besonders in jenen Ländern, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, hat die Pandemie den humanitären Bedarf weiter verschärft, insbesondere für Menschen in entlegenen Gebieten, zum Beispiel in der Ostukraine, erklärt Landau: „Beispielsweise haben ältere Menschen aufgrund quarantänebedingter Einschränkungen den Zugang zu humanitärer Hilfe und Sozialleistungen verloren. Zudem sind sie durch steigende Preise nicht mehr in der Lage, ihre Grundbedürfnisse zu decken.“ Die Caritas unterstützt in diesen Gebieten der Ostukraine durch Verteilung von Nahrungsmitteln, Heizmaterial, Hygienebedarf, Decken, Medikamente und Bargeld-Transfers sowie durch Aufklärung zu Covid-19-Schutzmaßnahmen. Akute Nahrungsmittelhilfe gepaart mit Covid-Hygiene und Aufklärungsmaßnahmen leistet die Caritas auch – ebenfalls von der ADA unterstützt – im Südsudan.

Unterstützung und Soforthilfemaßnahmen auch in Syrien dringend nötig!

Nicht nur anlässlich des zehnten Jahrestages des Syrien-Konfliktes in diesen Tagen, sondern auch, weil alleine in Syrien 9,3 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen, weist Landau auf den dringenden Unterstützungsbedarf auch und vor allem in Syrien hin: „Nach zehn Jahren Krieg in Syrien sind das Ausmaß, die Schwere und die Komplexität der humanitären Bedürfnisse enorm. Durch den konfliktbedingten Zusammenbruch der Wirtschaft und den anhaltenden Wertverlust der Landeswährung sind aktuell selbst Grundnahrungsmittel kaum leistbar. Die Hilfe der Caritas reicht von der Versorgung von Trinkwasser, mit Unterkünften und Heizmöglichkeiten, über Geldleistungen für Grundnahrungsmittel bis zur Schaffung von Perspektiven durch Bildungsmöglichkeiten.“ Vor allem die Planbarkeit der Humanitären Hilfe ist insbesondere in langanhalten Krisensituation wie Syrien ein weiterer dringend benötigter Baustein, appelliert Landau.

Hunger zu besiegen ist keine Frage des Könnens

Abschließend betont der Caritas Direktor Michael Landau die wichtige Rolle der zivilgesellschaftlichen Hilfsorganisationen: „Vor allem in Konfliktsituationen, in welche staatliche Akteure verwickelt oder nicht imstande sind, ausreichend Hilfe zu leisten, braucht es unsere Unterstützung. Da können gerade Hilfsorganisationen wie die Caritas mit starken und langjährigen Partnern vor Ort sowie einem lokalen Netzwerk an engagierten Freiwilligen sehr wirksam und rasch helfen. Wir sehen in den vielen Caritas-Projekten, die auch mit Mitteln der österreichischen Bundesregierung gefördert werden, wie sehr internationale Hilft wirkt, wie wichtig Hilfe aus Österreich ist. Und, dass Hunger zu besiegen keine Frage des Könnens, sondern des gemeinsamen Wollens ist.“

Rückfragen & Kontakt:

Caritas Österreich
Melanie Wenger-Rami
Pressesprecherin, Leitung Öffentlichkeitsarbeit
+43 664/8266920
melanie.wenger-rami@caritas-austria.at
caritas.at



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