Coronahilfen – Drozda sieht „nur kurzfristige Liquiditätssicherung“

Anfrage zeigt: Einnahmenausfall von 55 Mio. Euro bei Bundesmuseen – Kompensation für andere Kultureinrichtungen wie Konzerthaus fehlt

Wien (OTS/SK) „Diese 15 Mio. Euro für Bundesmuseen und Bundestheater können nur ein allererster Schritt sein. Um den Einnahmenausfall der vergangenen und kommenden Monate zu kompensieren, wird das bei weitem nicht reichen“, sagt SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda zur angekündigten Finanzspritze. „Wenn die Bundesmuseen daraus zehn Millionen Euro bekommen, der Bedarf des Belvedere alleine aber 7 Mio. Euro ist, dann lässt sich leicht ausrechnen, dass sich das nicht ausgehen kann“, so Drozda. Zumal eine gestern eingelangte Anfragebeantwortung des Kulturministeriums zeigt, dass den Bundesmuseen 2020 geschätzte 55 Mio. Euro an Einnahmen fehlen werden. ****

Durch die umfangreiche Anfrage von Kultursprecher Drozda an Kulturminister Kogler liegt der geschätzte Einnahmenentfall nun Schwarz auf Weiß auf dem Tisch: Demnach wird für die Bundesmuseen ein Einnahmenausfall für 2020 von 55 Mio. Euro erwartet. Zum Vergleich:
Die Basisabgeltung 2020 des Bundes beträgt grade mal doppelt so viel, nämlich 112 Mio. Euro. Die Bundestheater dürften im Geschäftsjahr 2019/20 (das bis 31.8. geht) 27,5 Mio. Euro verlieren. Wieviel es dann bis Jahresende sein wird, ist noch nicht absehbar. Die Basisabgeltung beträgt 162 Mio. Euro.

Drozda: „Die Liquditätssicherung für die Bundesinstitutionen ist ein wichtiger erster Schritt. Aber sie wird nicht reichen.“ Vor allem, weil es noch nichts gibt für Kulturinstitutionen, die nicht im Eigentum des Bundes stehen und die oft und einen hohen Eigendeckungsgrad haben. „Was ist mit Unterstützung für das Konzerthaus oder die Sängerknaben und für die kleinen, weniger prominenten Einrichtungen, die einen kompletten Einnahmenausfall haben? Hier wird es Lösungen geben müssen, sonst droht nicht nur Traditionsinstitutionen, für die Österreich weltweit bekannt ist, sondern vielen anderen Einrichtungen, die das breite Kulturschaffen ausmachen, das Ende“, warnt Drozda. (Schluss) sc/ah/mp

Anfragebeantwortung zu „Kunst- und Kulturförderung in der Coronakrise“: https://tinyurl.com/y8qz69r2

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01/40110-3570
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