Coronavirus: LH Kaiser schlägt bundesweite Regelung für Schulen vor

LH Kaiser in Videokonferenz mit Bund: Bei einem positiven Fall soll nur betroffener Pflichtschüler in Quarantäne, für alle anderen soll Unterricht normal weiterlaufen

Klagenfurt (OTS/LPD) Die von vielen Eltern geäußerten Befürchtungen von Betreuungsproblemen, wenn bei einem positiv getestet Schüler die gesamte Klasse in Quarantäne geschickt wird, machte Kärntens Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Freitag, zum Diskussionsthema in der Konferenz der Landeshauptleute mit der Spitze der österreichischen Bundesregierung. Kaiser selbst nahm per Video an der Konferenz teil.

„Es sollte statt den derzeit gültigen Kann-Bestimmungen eine bundesweit einheitliche Vorgabe geben, die die aktuelle Handhabung bei Auftreten eines positiven Falles in einer Volksschulklasse auf den gesamten Pflichtschulbereich, also bis zum Alter von 14 Jahren, umfasst“, schlug Kaiser den anderen Landeshauptleuten bzw. Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer vor. Demnach würden bei Feststellen einer Infektion bei einzelnen Schülern die restlichen Schüler der Klasse nicht als unmittelbare Kontaktpersonen gelten, es müssten nur die infizierten Schüler in Quarantäne. Für die restlichen würde der Unterricht in der Klasse normal weiterlaufen.

„Mit der derzeitigen Regelung könnten die Bezirksverwaltungsbehörden individuell entscheiden, ob nicht die gesamte Klasse wegen eines infizierten Schülers in Quarantäne müsste. Das hat dann zur Folge, dass Eltern von schulpflichtigen Kindern vor massive Betreuungsprobleme gestellt werden“, so Kaiser.

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