FPÖ – Schnedlitz: Aschbacher verursacht massiven Schaden für Ansehen der Republik | Freiheitlicher Parlamentsklub

Rücktritt wohl unausweichlich, aber auch Kurz und Faßmann in Erklärungsnot

Wien (OTS) „Angesichts der Qualität der Abschlussarbeiten von Arbeitsministerin Aschbacher ist es wohl keine Frage mehr, ob, sondern nur noch wann ihr die akademischen Titel aberkannt werden. Der Kanzler muss sofort den Rücktritt seiner Ministerin einleiten, um weiteren Schaden von der Republik abzuwenden“, sagte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz. Ihre an der Technischen Universität Pressburg geschriebene Dissertation sei nicht nur inhaltlich äußerst seicht, sondern lese sich auch über weite Strecken, als sei sie von einem Ghostwriter mit nicht-deutscher Muttersprache – oder von einem Übersetzungsprogramm – geschrieben worden.

„Die Konsequenz kann nur Aschbachers Rücktritt sein. Ich erinnere an ähnliche Fälle in Deutschland, wo mit Karl Theodor zu Guttenberg und der damaligen Bildungs(!)-Ministerin Annette Schavan zwei CDU-Minister aus dem Kabinett Merkel zurücktreten mussten, nachdem ihnen der Doktortitel wegen Plagiaten aberkannt worden war“, sagte Schnedlitz.

Die Affäre sei jedoch keineswegs auf die Ministerin beschränkt. Es bestehe der Verdacht, dass es durch das Bezahlen hoher Studiengebühren an manchen Bildungseinrichtungen – vor allem auch im Ausland bzw. in Online-Studien – generell einfacher gemacht werde, zu akademischen Würden zu gelangen. „Bildungsminister Faßmann ist hier in dringender Verantwortung, sich zu erklären. Denn offensichtlich geht sein Ministerium entsprechenden Hinweisen nicht ausreichend nach“, so Schnedlitz.

Der FPÖ-Generalsekretär kündigte eine parlamentarische Anfrage an, in der er Faßmann unter andrem mit dem Jahresbericht der „Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität“ konfrontieren wolle. „Darin ist beispielsweise von systematischen Defiziten an einer ausländischen Bildungseinrichtung die Rede, die als Kooperationspartnerin eines österreichischen Bildungsinstituts offenbar immer wieder Studenten vermittelt bekommt. Ich will wissen, wie – und ob überhaupt – das Bildungsministerium auf diese alarmierende Nachricht reagiert hat“, sagte Schnedlitz.

Auch werde es darum gehen, welche Konsequenzen erwiesene Plagiate und sonstige Verstöße gegen die wissenschaftliche Praxis für die Betroffenen nach sich zögen. „Man bekommt den Eindruck, dass man in Österreich hier gerne ein Auge zudrückt – jedenfalls in der Politik bzw. in der ÖVP: Immerhin ist der ehemalige steirische ÖVP-Landesrat Buchmann, dem der Doktortitel aberkannt wurde, heute Präsident des Bundesrats – nur dreieinhalb Jahre nach seinem Rücktritt, der 2017 nach langem Zögern und gegen den Willen des nach wie vor amtierenden Landeshauptmanns Schützenhöfer erfolgte“, so Schnedlitz, der fordert, dass die Ministerin umgehend zurücktritt, um weiteren Schaden von der Republik und insbesondere auch vom Bildungsstandort Österreich abzuwenden.

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