Haimbuchner fordert mehr Unterstützung für medizinisches Personal und Ärzte: „Wir müssen die schützen, die uns schützen!“

Ärztliche Mehrkosten müssen von ÖGK getragen werden – Aussetzung der „70-Jahre“ – Regelung notwendig

Linz (OTS) Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter, Dr. Manfred Haimbuchner formulierte am Donnerstag in einer Stellungnahme einen dringenden Auftrag für die bundesweite Gesundheitspolitik: „Unsere Ärzte und unser medizinisches Personal leisten in dieser Krise auf allen Ebene hervorragende Arbeit – Jetzt wird es höchste Zeit, dass sie vonseiten der Politik auch die nötige Unterstützung bekommen. Das betrifft zum einen die Tatsache, dass immer noch nicht geklärt ist, wer die explodierenden Mehrkosten durch die Coronakrise übernimmt – Die ÖGK muss hier jetzt Farbe bekennen, die Übernahme dieser Kosten garantieren und dem medizinischen Personal damit den Rücken freihalten.“ *****

Steigende Infektionsrate bei Ärzten

Eine weitere Herausforderung stelle derzeit die steigende Infektionsrate bei Ärzten und anderem medizinischen Personal dar, so Haimbuchner. Der Linzer Gesundheitsstadtrat, Dr. Michael Raml, hatte unlängst bekannt gegeben, dass die Meldung und anschließende Testung von Ärzten, Pflegern und anderweitigem Spitalspersonal im Ballungsraum Linz nun absolute Priorität habe, auch wenn diese keine Symptome zeigen würden, sich aber nachgewiesenermaßen in einem der bekannten Hochrisikogebiete aufgehalten haben. Der Landeshauptmann-Stellvertreter dazu: „Wenn sich diejenigen infizieren, die Tag für Tag für unsere Gesundheit kämpfen, dann hat das fatale Konsequenzen. Wir müssen alles tun, um eine Ansteckung unter Kollegen verhindern, aber auch die personelle Planungssicherheit zu erhalten. Der Schritt des Linzer Gesundheitsstadtrats ist daher absolut richtig.“

Abschaffung der „70-Jahre“ – Regelung und der Hausapothekenbestimmungen

Weiters sprach Haimbuchner davon, dass die sogenannte „70-Jahre“ – Regelung, nach der Ärzte automatisch ihren Kassenvertrag verlieren, wenn sie dieses Alter erreicht haben, dringend aufgehoben werden müsse: „In der Krise zeigt sich, dass wir auf die Erfahrung und die Expertise dieser arrivierten Mediziner nicht verzichten können. Ich weiß aus persönlichen Gesprächen, dass viele von ihnen in der Krise helfen und auch gerne noch weiter praktizieren würden, dies jedoch von Gesetzes wegen nicht mehr dürfen. Die Krise zeigt: Diese gesetzliche Beschränkung ist ein Irrweg“.

Auch dürfe man nicht vergessen, dass neben der Bekämpfung der Corona-Pandemie noch die normale ärztliche Versorgung weiterlaufen müsse. Um hier eine möglichst unbürokratische und kontaktarme Versorgung der Patienten mit Medikamenten zu ermöglichen, müsse man auch die derzeit gültige Regelung für Hausapotheken außer Kraft setzen, so dass Ärzte zumindest die gängigsten Medikamente direkt an ihre Patienten ausgeben können, betonte der Landeshauptmann-Stellvertreter abschließend.

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