Hilfe > Armut | Caritas St. Pölten, 10.11.2017

Caritas und Diözese St. Pölten helfen mit Elisabethsammlung Menschen in Not im Inland - Caritasdirektor Hannes Ziselsberger sieht Handlungsbedarf bei Mindestsicherung

St. Pölten (OTS) - Anlässlich des bevorstehenden Welttages der Armen und des Caritas Elisabethsonntages am 19. November haben der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng und Caritasdirektor Hannes Ziselsberger auf die Armutsursachen und die Hilfsangebote der Caritas St. Pölten hingewiesen.

Papst Franziskus hat den „1. Welttag der Armen“ ausgerufen. Bischof Klaus Küng hofft, dass dieser Welttag zu einer Tradition wird und ein Tag ist, „der die Herzen der Menschen öffnet.“ Bischof Küng: „Teilen mit den Armen ermöglicht uns, das Evangelium in seiner tiefsten Wahrheit zu verstehen.“

Mit der aktuellen Inlandskampagne der Caritas und der Elisabethsammlung am 19. November in allen Kirchen der Diözese werden Menschen in Not unterstützt. „Die Caritas St. Pölten hat im Vorjahr eine Million Euro Spendengelder für die Sozialberatung, für kurzfristige Überbrückungshilfen und für die Lerncafes, wo Kinder aus sozialschwachen Familien Nachhilfe bekommen, aufgewendet“, sagt Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Weiters wurden gebrauchsfähige Sachspenden wie Kleidung, winterfeste Schuhe, Haushaltswaren und Möbel im Wert von mehr als 300.000 Euro an hilfsbedürftige Menschen über die carlas (Caritas Läden) weitergegeben.

Caritasdirektor Ziselsberger berichtet, dass immer mehr Menschen in die Caritas Sozialberatungsstellen kommen, wo eine einmalige Überbrückungshilfe nicht ausreicht. „Hier geht sich das Leben nicht mehr aus, Monat für Monat. Hier stehen wir als Caritas an, das können wir nicht auffangen.“ In vielen Fällen sind es die Verschärfungen der Mindestsicherung, die hier wiederum vor allem die Kinder treffen. Sowohl die Deckelung der Mindestsicherung als auch die gekürzte Mindestsicherung in den ersten 5 Jahren des Aufenthaltes in Österreich führen zu mehr prekären Lebens- und auch Wohnsituationen. „Ich möchte hier daher meinen Wunsch wiederholen“, so Caritasdirektor Hannes Ziselsberger: „Prof. Wolfgang Mazal hat in seiner Stellungnahme 2016 festgehalten, dass eine Reduktion der Mindestsicherung als Geldleistung vorstellbar ist, wenn dabei gewisse Leistungen als Sachleistung erhalten bleiben. Besonders der Wohnbedarf und der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser sind hier besonders betroffen. Ich bin überzeugt, dass hier ein Modell mit Sachleistungen eine Entspannung in den betroffenen Fällen bringen würde und gleichzeitig die Sorge von zu hohen Geldleistungen entkräftet werden kann.“

Die Caritas St. Pölten bittet rund um den Elisabethsonntag um Geldspenden für Menschen in Not im Inland. „In mehr als 50 Pfarren finden auch Tee-Aktionen statt“, berichtet Christian Köstler, der Leiter der Pfarrcaritas in der Diözese St. Pölten. Der Tee ist nicht nur eine Finanzaktion, sondern soll auch Menschen motivieren, arme, kranke und alte Menschen zu besuchen. Die Pfarrcaritas organisiert auch Besuchsdienste, lädt Menschen zum Essen ein oder unterstützt mit Sachspenden in Form von haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikel, die auch an Teamtafeln und Soma Märkte zur Verteilung weitergegeben werden.

Online spenden: www.caritas-stpoelten.at oder IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000
Kennwort: Elisabethsammlung

Rückfragen & Kontakt:

Caritas der Diözese St. Pölten
Kommunikation
Karl Lahmer
0676 / 83 844 7780
karl.lahmer@stpoelten.caritas.at



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