Islamischer Religionsunterricht: Die beispiellose Doppelzüngigkeit der FPÖ

FPÖ lernt von Kurz, wie Parallelgesellschaften gefördert werden können

Wien (OTS) Abermals brachte gestern (Di.) die FPÖ – diesmal sogar Parteichef Norbert Hofer höchstpersönlich – die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich mit der Verbreitung von radikal islamischen Inhalten im Schulbereich in Verbindung. Die Schlüsselrolle, die die FPÖ bei der künftigen Aufwertung des islamischen Religionsunterrichtes als primäre Wertevermittlungsquelle in Schulen der Republik Österreich gespielt hat, wurde aber, wie immer, verschwiegen. Dem vom Altkanzler Sebastian Kurz forcierten Ethikunterrichtsmodell zufolge, sollen sich nämlich SchülerInnen dem Besuch eines Pflicht-Ethikunterrichtes entziehen können, wenn sie einen Religionsunterricht – auch den islamischen – besuchen. Sämtliche Minister der FPÖ – Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer inklusive – haben dieses Vorhaben im Rahmen der Ministerratssitzung vom 6. März dieses Jahres auch mitgetragen. „Das Doppelspiel der FPÖ ist an Unverfrorenheit kaum zu überbieten. Auf der einen Seite hat die Daham-statt-Islam-Partei dafür gestimmt, dass die Wertevermittlung an 70.000 SchülerInnen in öffentlichen Schulen künftig ausschließlich über den islamischen Religionsunterricht erfolgen soll, auf der anderen Seite beklagt sie den grassierenden radikalen Islam insbesondere in Wiener Schulen“, erinnert Eytan Reif, Sprecher des Volksbegehrens „Ethik für ALLE“. Für Reif stellt sich aktuell die wichtige Frage, ob die FPÖ, nun von den Zwängen der Koalition befreit, auch im Nationalrat dieses Prestigeprojekt der ÖVP unterstützen wird. „Die Übergangsregierung hat bereits angekündigt, auch den Strafethikunterricht ausschließlich für Religionsverweigerer dem Parlament vorzulegen – wohl wissend, dass dieser nur mit den Stimmen der FPÖ-Abgeordneten realisierbar sein wird. Sollte aber diese Auslagerung der schulischen Wertevermittlung auf die Religionsgemeinschaften den Nationalrat tatsächlich passieren, wird die FPÖ ein massives Glaubwürdigkeitsproblem haben. Die Phrase ‘unsere Werte’ wird die FPÖ zumindest nicht mehr missbrauchen können“, so Reif.

Rückfragen & Kontakt:

Volksbegehren “Ethik für ALLE!”
Mag. Eytan Reif BA
+43-664-4614146
eytan.reif@ethikfueralle.at
ethikfueralle.at



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