Katholischer Familienverband: Steuerliche Entlastung notwendig!

Der Familienverband begrüßt die geplante Einführung des Kinderbonus im Rahmen der aktuellen Koalitionsverhandlungen: „Eltern steuerlich zu entlasten ist das Gebot der Stunde".

Wien (OTS) - Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes, führt aus: „Bei steuerlichen Maßnahmen für Familien hat Österreich großen Nachholbedarf. Wir liegen im OECD-Vergleich auf einem der letzten Plätze.“ Für ihn ist die steuerliche Entlastung der Familien daher eine Frage der Gerechtigkeit: „Es darf nicht egal sein, wie viele Personen von einem Einkommen leben“, so Trendl. Die Befürchtung, durch den Familienbonus würden ausschließlich Besser-Verdiener profitieren, teilt er nicht: „Einer Alleinerzieherin mit einem Kind  und einem Brutto-Einkommen von 2.000 Euro bleiben etwa 1.500 Euro netto im Monat; im Jahr zahlt sie mehr als 5.000 Euro an Sozialversicherung und rund 1.500 Euro Lohnsteuer. Es wäre großartig, würde sie diese  Lohnsteuer zurückbekommen. Hier von Gutverdienern zu sprechen, klingt zynisch. Der gleich viel verdienende Kollege ohne Sorgepflichten zahlt kaum mehr Lohnsteuer. Eine Entlastung der Eltern ist daher mehr als gerechtfertigt!“  

Unabhängig davon müssten Eltern ohne Einkommen oder mit einem Einkommen, für das sie keine Lohnsteuer zahlen, durch eine entsprechende Sozialgesetzgebung – Mindestsicherung, Mietbeihilfe, Gebührenbefreiung beim Kindergarten und vieles andere mehr – entsprechend gefördert und entlastet werden. „Das kann, muss aber nicht über die Steuergesetzgebung erfolgen“, so der Präsident des Katholischen Familienverbandes. „Jedes Kind ist gleich viel wert. Was die Eltern für Kinder vom Staat erhalten, hängt von der konkreten Situation ab.“

Den Abtausch mit der bisherigen Regelung, 2.300 Euro für Betreuungskosten absetzen zu können, sieht Trendl auch positiv: „Betreuungskosten können nur bis zum 10. Lebensjahr des Kindes steuerlich geltend gemacht werden. Ein Absetzbetrag von 1.500 Euro, der bis zum 18. Lebensjahr gilt, wäre auf jeden Fall eine Verbesserung, weil für ältere Kinder und Jugendliche erfahrungsgemäß höhere  Ausgaben notwendig sind“, so Trendl.

Der Präsident des Katholischen Familienverbandes räumt aber ein, dass es auf die Ausgestaltung dieser steuerlichen Elternentlastung ankommt: „Eine Beurteilung im Detail ist erst möglich, wenn das komplette Programm vorliegt.“ Dass Familie und Steuer überhaupt Thema sei, werde auf jeden Fall begrüßt und sei positiv, wurden doch bei der letzten Steuerreform die Familien kaum berücksichtigt.

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