Königsberger-Ludwig: Mehr aktives Tun beim Thema Gewaltschutz gefragt

Gewaltdelikte an Frauen sind vielfach Beziehungstaten

St. Pölten (OTS) Im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte im Hinblick auf das Thema Gewalt an Frauen hält Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig fest, dass Handgreiflichkeiten bis hin zu Tötungsdelikten zu einem sehr hohen Prozentsatz immer vom Partner ausgehen würden bzw. der Täter im engsten Umfeld des Opfers zu suchen sei. „Seit Jahren liegt Österreich statistisch gesehen bei Morden an Frauen in der EU ganz weit vorne. Trotzdem wurde zuletzt einem verbesserten Gewaltschutz wenig Aufmerksamkeit geschenkt“, fordert Königsberger-Ludwig mehr Engagement und aktives Tun in diese Richtung.

„Es ist wichtig, nicht wegzuschauen sowie das Bewusstsein zu stärken, dass Gewalt in den eigenen vier Wänden keine Privatsache ist!“ Einerseits müsse die Öffentlichkeit stärker sensibilisiert werden, andererseits auch den Opfern klar sein, dass es Hilfe gibt. Trotz dramatischer Entwicklung hat aber die Bundesregierung in den letzten Monaten die Gelder für Familien- und Frauenberatungsstellen gekürzt und auch bei den Sozialleistungen wie der Mindestsicherung wird es Änderungen geben, kritisiert Königsberger-Ludwig: „Für viele gewaltbetroffene Frauen werden die Veränderungen massive Folgen haben, weil dadurch Abhängigkeiten verschärft werden.“

In Niederösterreich gibt es ein großes Angebot an Unterstützungsmaßnahmen für Frauen, die von Gewalt betroffen seien, betont Königsberger-Ludwig und appelliert an Frauen, die von Gewalt betroffen sind, dieses auch zu nützen. „Bitte nehmen Sie diese Hilfe in Anspruch, wenn Sie Opfer von Gewalt geworden sind. Die Hotline unter 0800/222 555 und das NÖ Frauentelefon unter 0800/800 810 bieten anonyme Hilfe und kostenlose Erstberatung an. Vier Gewaltschutzzentren, zehn Frauenberatungsstellen, sechs Frauenhäuser und sechs Notwohnungen leisten zudem rasche Unterstützung für Frauen in Krisensituationen oder bei Problemstellungen“, so Königsberger-Ludwig: „Die geschulten MitarbeiterInnen helfen rasch, unbürokratisch und parteilich für die Opfer.“
(Schluss) ha

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Büro LR Ulrike Königsberger-Ludwig
Mag. Dr. Anton Heinzl
Pressesprecher
02742/9005 DW 12576, Mobil: +43 676/4073709
anton.heinzl@noel.gv.at



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