„kulturMontag“ am 25. Jänner: 100 Jahre Burgenland, Freiheit in Zeiten der Pandemie, Royals-Boom in Film und Serie

Weiters: Start der neuen ORF-Kulturdokureihe „Ikonen Österreichs“ mit Folge „Ruhm und Ruin der Habsburger“

Wien (OTS) Der von Clarissa Stadler moderierte „kulturMontag“ am 25. Jänner 2021 um 22.30 Uhr in ORF 2 befasst sich mit dem 100-Jahr-Jubiläum des Burgenlands und blickt auf dessen Kulturgeschichte zurück. Weiters beleuchtet die Sendung die Macht der Medien und die Freiheit der Gesellschaft in Zeiten der Pandemie – dazu Publizistin und Social-Media-Expertin Ingrid Brodnig mit ihrem neuen Buch live zu Gast im Studio – sowie den Royals-Hype, der sich u. a. in boomenden Monarchie-Filmen und -Serien widerspiegelt. Anschließend an das Magazin ist die erste Ausgabe der neuen, zwölfteiligen ORF-Reihe „Ikonen Österreichs“ (23.30 Uhr) zu sehen, die unter dem Motto „Ruhm und Ruin der Habsburger“ steht. Im Mittelpunkt: „Der Krönungsmantel“, „Die Rudolfskrone“ und „Das Automobil von Sarajevo“.

100 Jahre Burgenland

Nach Wien ist das Burgenland Österreichs jüngstes Bundesland – und feiert heuer sein 100-Jahr-Jubiläum. Am 25. Jänner 1921 erhielt die östlichste Region der Alpenrepublik durch das Bundesverfassungsgesetz ihren rechtsverbindlichen Namen. Zuvor hieß der schmale Landstrich „Deutsch-Westungarn“ und war nach dem Ersten Weltkrieg heiß umkämpft. Erst drei Jahre nach dessen Ende ging das Gebiet nach zähen Verhandlungen und bewaffneten Auseinandersetzungen an Österreich. Landeshauptstadt wurde nach intensivem Werben schließlich Eisenstadt, allerdings erst 1925, nachdem sich zuvor das auserwählte Ödenburg, ungarisch Sopron, für den Verbleib bei Ungarn entschieden hatte. Bis heute ist die Geschichte des Burgenlandes geprägt durch unterschiedliche Identitäten und Volksgruppen, durch Vielsprachigkeit trotz jahrzehntelangem Abgeschottet-Sein am Rand eines geteilten Europas. Der „kulturMontag“ bringt Stimmen und Geschichten aus Österreichs – gemessen an der Einwohnerzahl – kleinstem Bundesland.

Freiheit im Würgegriff

Die Macht der Medien, insbesondere der Internetgiganten, in Zeiten der Pandemie scheint uneingeschränkt. Selten zuvor übten in Demokratien so wenige Individuen eine derartige Kontrolle über Informationen aus. War Meinungsfreiheit einst ein linkes Thema, gilt sie heute, vor allem im Rahmen der Corona-Proteste, als rechte Kampfparole. Was läuft schief? Wie steht es um unsere Freiheit in Zeiten der Pandemie, gilt sie doch als einer der wichtigsten und gleichzeitig komplexesten Begriffe des politischen Miteinanders? Derzeit sehen sich Menschen gezwungen, ihre persönlichen und privaten Freiheitsbedürfnisse zugunsten eines gefahrlosen Miteinanders einzuschränken. Der Staat wiederum steht vor der Aufgabe, auf diese Bedrohung schnell und flexibel mit Sicherheitsmaßnahmen zu reagieren, ohne dabei unverhältnismäßige Eingriffe in menschliche Grundrechte vorzunehmen – ein schwindelerregender Balanceakt für jedes liberale System. Müssen wir vielleicht anfangen, Freiheit weniger vom Individuum als vom Kollektiv her zu denken? Live zu Gast im Studio ist die Publizistin Ingrid Brodnig mit ihrem neuen Buch „Einspruch! Verschwörungsmythen und Fake News kontern“.

Der Boom der Monarchen-Filme

Maria Theresia, Sisi, Diana, Queen Elizabeth oder – ganz aktuell –„The Crown“. Ob als Serie oder als Spielfilm: Royals und ihre Geschichten erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit beim Publikum. Derzeit bereitet die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer ihren neuen Film „Corsage“ vor – ein Roadmovie über Elisabeth, die für ihre Schönheit berühmte Kaiserin Sisi von Österreich. Dass zeitgleich für den Streamingdienst Netflix auch eine sechsteilige Serie über Sisi und ihren Franzl entstehen soll, macht deutlich, dass der österreichische Hof auch im 21. Jahrhundert immer noch ein Dauerbrenner ist.

Auftakt „Ikonen Österreichs“, Folge 1 „Ruhm und Ruin der Habsburger“ (23.30 Uhr)

Die neue zwölfteilige Reihe „Ikonen Österreichs“ beleuchtet interessante Objekte, die einen besonderen Bezug zur rot-weiß-roten (Kultur-)Geschichte, aber auch zu Lebensart, Gewohnheiten und Besonderheiten der österreichischen Bevölkerung haben. Ob bedeutende Kunstgegenstände oder unspektakuläre Dinge des Alltags: Jedes der 36 Objekte erzählt Geschichten über sich und die Menschen, die es nutzten. In der Auftaktepisode beleuchtet Regisseurin Katalin Hanappi „Ruhm und Ruin der Habsburger“. Das Adelsgeschlecht regierte mehr als 650 Jahre lang in Österreich und herrschte auch über weite Teile Europas. So blickt die Sendung zunächst auf ein Objekt, das sich die Habsburger angeeignet haben: den normannischen Krönungsmantel, der im 12. Jahrhundert von Arabern auf Sizilien gefertigt wurde. Für den Höhepunkt ihrer Herrschaft im frühen 17. Jahrhundert steht die unermesslich wertvolle Kaiserkrone, die bei flämischen und italienischen Werkstätten in Prag in Auftrag gegeben wurde. Und zu guter Letzt borgten sich die Habsburger ein Automobil, in dem prompt der Thronfolger Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo erschossen wurde. Zwei Schüsse, die den Lauf der Weltgeschichte verändern und den Fall der Dynastie einleiten sollten.
Insgesamt acht Filmemacher/innen setzen die von ORF und pre tv koproduzierte Reihe in Szene. Jede der zwölf Folgen steht unter einem Motto und stellt jeweils drei „Ikonen Österreichs“ vor – vom Ausseer Dirndl und der Knopferlharmonika über das Backhendl, den Inländer Rum, die Ostarrichi-Ukrunde und die Lipizzaner bis zum PEZ-Automaten und Sex-Koffer.

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