„kulturMontag“ am 6. Juli: Auf den Spuren der Maya, Denkmalstreit und Kinodoku über „Rolling Stone“ Ron Wood

Außerdem: Michael Glawoggers Dokumentation „Kathedralen der Kultur: Die russische Nationalbibliothek“

Wien (OTS) Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 6. Juli 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich der faszinierenden Welt der Maya, die das MAMUZ Museum in einer umfassende Schau beleuchtet. Zum derzeit weltweit tobenden Denkmalstreit diskutieren und analysieren live im Studio Autorin Anna Goldenberg und Kulturwissenschafter Christian Kravagna über das Stürzen und Stürmen von Denkmälern. Außerdem berichtet der „kulturMontag“ über die erste Kinodokumentation über den „Rolling Stone“-Gitarrist Ron Wood mit dem Titel „Somebody Up There Likes Me“. Anschließend an das Magazin steht die Premiere der Dokumentation „Kathedralen der Kultur: Die russische Nationalbibliothek“ (23.30 Uhr) von Michael Glawogger – die letzte vollendete Regiearbeit des 2014 verstorbenen österreichischen Regisseurs – auf dem Programm.

Aufstieg und Fall – Auf den Spuren der Maya

Ihre Tempel und Pyramiden sind steinerne Zeugen einer längst vergangenen Hochkultur, die einst als die mächtigste des amerikanischen Kontinents galt. Heute ist sie im europäischen Bewusstsein in Vergessenheit geraten. Viele Mythen ranken sich um die Maya, die reiche Prachtbauten, rätselhafte Schriftzeichen und einen Kalender hinterließ. Die faszinierende Welt der Maya setzt das MAMUZ Museum Mistelbach in Szene und liefert erstmals seit 25 Jahren eine umfassende Maya-Schau in Österreich. Präsentiert werden 200 Originalexponate aus Guatemala, die spannende Einblicke in die reichhaltige Geschichte der Maya ermöglichen.

Säulenheilige oder monumentale Missverständnisse – Debatte um die Zeugen der Geschichte

Ob in den USA, in England, Belgien oder auch in Österreich – weltweit tobt ein Denkmalstreit. Denn unsere Geschichte ist voll von Bösewichten. Im Zuge der „Black Lives Matter“-Demonstrationen werden immer öfter Denkmäler gestürzt oder beschmiert. Soll man Leute mit zweifelhafter historischer Bilanz vom Sockel holen? Die Demolierung von Denkmälern gehört zum politischen Geschäft, nach jeder Revolution, nach jedem Umsturz wurden die steinernen Zeugen des alten Regimes geschleift. Über das Stürzen und Stürmen von Denkmälern diskutieren und analysieren Autorin Anna Goldenberg und Kulturwissenschafter Christian Kravagna live im Studio.

Ein Urgestein und immer noch am Leben – „Rolling Stone“ Ron Wood

Er ist heute 72 Jahre alt und ist seit 45 Jahren Mitglied der wohl ältesten Boyband des Pop-Business. Jetzt bekommt Gitarrist Ronnie Wood seine erste Kinodokumentation, in der er auf seinen wahrlich bewegten Alltag im Show-Biz zurückblickt. Denn eigentlich ist er selbst verwundert, überhaupt noch am Leben zu sein, beichtet er doch im Film seine Drogensucht. 50 Jahre lang war er ein kettenrauchendes Partytier mit Hang zum starken Alkoholkonsum, was ihm in den vergangenen Jahren sechs Entzüge einbrachte. Und auch Kokain spielte eine wichtige Rolle in Woods Leben. Seine drei Ehen, sechs Kinder und der operierte Lungenkrebs 2017 spielen eher untergeordnete Rollen. Zu Wort kommen jede Menge berühmte Interviewpartner, darunter Mick Jagger und Keith Richards, aber auch Rod Stewart und Künstler Damien Hirst. Oscar-Preisträger Mike Figgis, selbst mit der Musik der Stones aufgewachsen, nennt sein starbesetztes, aber dennoch intimes Porträt „Somebody Up There Likes Me“, übersetzt bedeutet das „Jemand da oben mag mich“.

Dokumentation „Kathedralen der Kultur: Die russische Nationalbibliothek“ (23.30 Uhr)

Seit ihrer Einweihung im Jahr 1814 behütet die von Yegor Sokolov entworfene russische Nationalbibliothek in Sankt Petersburg ein Reich der Gedanken, das mit großer Sorgfalt und Passion von den Bibliothekarinnen gepflegt wird. Das Echo ihrer Schritte in den schier endlosen Gängen unterstreicht die Stille in den meist leeren Lesesälen. In Michael Glawoggers Dokumentation – der letzten vollendeten Regie-Arbeit des 2014 verstorbenen österreichischen Regisseurs – kommt die ehrwürdige Bibliothek selbst durch Zitate aus einigen ihrer größten Schätze zu Wort. Jenseits ihrer Mauern allerdings pulsiert eine Welt, die mehr und mehr auf die virtuelle Speicherung von Daten und Information vertraut und in der Bibliotheken und Buchläden langsam an Bedeutung verlieren. Der Film setzt der vergänglichen Schönheit der Bücher und ihrer Schutzräume ein Denkmal. Die Dokumentation wurde in Zusammenarbeit mit dem ORF Film/Fernseh-Abkommen hergestellt.

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