„kulturMontag“: Kultureller Schwerpunkt zur Flüchtlingspolitik, Biopic zu Jean Seberg und Musiker Martin Klein im Porträt

Danach: Dokumentation „Ein Kopf voller Eier – Der Visionär Friedrich Kiesler“

Wien (OTS) Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 21. September 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich u. a. Benedict Andrews Biopic „Jean Seberg – Against all Enemies“ mit Kristen Stewart in der Hauptrolle und zeigt ein Porträt des österreichischen Singer-Songwriters Martin Klein. Außerdem befragt die Sendung, fünf Jahre nach der Flüchtlingskrise, Intellektuelle und Kulturschaffende zur Asylpolitik der vergangenen Jahre, spricht über die Ausstellung „Spuren und Masken der Flucht“ und den neuen Film von Arash T. Riahi. Der österreichische Filmemacher iranischer Herkunft ist dazu live zu Gast im Studio. Anschließend an das Magazin steht die Dokumentation „Ein Kopf voller Eier – Der Visionär Friedrich Kiesler“ (23.30 Uhr) über den 1965 verstorbenen austroamerikanischen Gesamtkünstler anlässlich seines 130. Geburtstags am 22. September auf dem Programm.

Durch Fake News in den Tod – Biopic „Jean Seberg – Against all Enemies“

Sie war eine Ikone der Nouvelle Vague, drehte mit Starregisseuren wie Otto Preminger und feierte 1960 ihren internationalen Durchbruch an der Seite von Jean Paul Belmondo in Jean-Luc Godards Gangster-Klassiker „Außer Atem“. Fast 20 Jahre später starb die amerikanische Schauspielerin Jean Seberg in Paris unter mysteriösen Umständen. Als Jean Seberg 1968 nach Amerika zurückkehrt engagiert sich die Schauspielerin für die „Black Panther“-Bewegung und gerät ins Visier des FBI. Der amerikanische Geheimdienst hört sie ab, streut Gerüchte und mobilisiert den Boulevard gegen den zerbrechlichen Star. Nach mehreren Suizidversuchen setzte Seberg 1979 ihrem Leben ein Ende. Ziemlich genau in der Mitte zwischen 1959 und 1979 spielt die Geschichte, die Regisseur Benedict Andrews nun in „Jean Seberg – Against all Enemies“ mit Kristen Stewart in der Hauptrolle erzählt. Sie sucht nach einem Motiv für den frühen Tod, bei dem man nicht zuletzt Parallelen zu Marilyn Monroe erkennen kann. Eindrucksvoll zeigt der Film, was gesellschaftliches Engagement ausmacht und wie staatliche Institutionen Angst schüren. Ein Spiegelbild einer historischen Ära und ein brandaktueller Befund der derzeitigen Unruhen in den USA.

Das Ende des Humanismus? – Ein kultureller Schwerpunkt zur Flüchtlingspolitik

Er ist 2012 aus Aleppo geflohen. Nach Zwischenstationen 2014 in Österreich angekommen, ist der syrische Autor Hamed Abboud seither mit seinen Texten über Krieg, Flucht und Sehnsucht im deutschsprachigen Raum unterwegs. Die aktuellen Ereignisse rund um das griechische Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos stimmen den 33-jährigen Erzähler traurig, hat sich doch die Unbarmherzigkeit tief in seine Seele gebrannt. Was wurde aus der sogenannten „Willkommenskultur“ und Angela Merkels Ansage „Wir schaffen das“? Wie bewerten Intellektuelle und Kulturschaffende, wie der österreichische Migrationsforscher und Soziologe Gerald Knaus, die Publizistin Ulrike Guérot oder der Politologe Ivan Krăstev die Asylpolitik der letzten Jahre? Mit Malereien, Fotografien, Videoarbeiten, Installationen und Skulpturen nähert sich die Landesgalerie Niederösterreich in der Ausstellung „Spuren und Masken der Flucht“ einem der gesellschaftspolitisch relevantesten Themen unserer Zeit. Auch Arash T. Riahi, österreichischer Regisseur iranischer Herkunft, ist das Thema ein großes Anliegen, ist er doch selbst aus dem Iran nach Österreich geflüchtet. In seinem neuen, berührenden Film „Ein bisschen bleiben wir noch“ erzählt er die Geschichte von zwei tschetschenischen Flüchtlingskinder, deren Mutter abgeschoben werden soll. Der Filmemacher ist live zu Gast im Studio.

Ein Schubert des 21. Jahrhunderts – Der Singer-Songwriter Martin Klein

Der Innsbrucker Tastenvirtuose und Sänger Martin Klein ist kein Mann großer Erklärungen, seine Songs sind romantisch und poetisch und sie haben Gewicht. In seiner Musik vereint er Elemente aus Pop, Jazz und Klassik und setzt dabei auf Reduktion. Der 33-Jährige lernte als Kind Cello, das Klavierspielen brachte er sich selbst bei. Im Alter von 15 Jahren spielte er Schlagzeug bei lokalen Jazz- und Rockbands, ehe er in den Niederlanden Klavier studierte. Inspiriert von der regen holländischen Songwriter-Szene begann er selbst Songs zu schreiben, kehrte nach Wien zurück und nahm dort sein Debüt-Album „Songs for my piano“ auf. Sein drittes Album „Nachtlieder“, das dieser Tage veröffentlicht wird, ist ein Klangkosmos zwischen traumwandlerischer Leichtigkeit und existenzieller Schwere.

Dokumentation „Ein Kopf voller Eier – Der Visionär Friedrich Kiesler“ (23.30 Uhr)

Charmant, schräg und charismatisch, unglaublich kreativ, kommunikativ und kompromisslos – Friedrich Kiesler, der Meister der Selbstinszenierung, faszinierte seine Zeitgenossen als Künstler, Architekt und Theoretiker. Am 21. September jährt sich der Geburtstag des Tausendsassas zum 130. Mal. Anlässlich des dreifachen Jubiläums – er vollendete 1965 sein Hauptwerk „Schrein des Buches“ und starb noch im selben Jahr – begibt sich Claudia Teissig zwischen Wien, New York, Berlin, Los Angeles und Jerusalem auf Spurensuche nach dem Vermächtnis dieser Schlüsselfigur der Avantgarde.

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