„kulturMontag“: Neustart im Künstlerhaus, Kunsthalle auf neuen Wegen, 500. Todestag Raffaels

Außerdem: neue Dokumentation „Das Künstlerhaus – Aufruhr/Umbruch“

Wien (OTS) Der von Martin Traxl präsentierte „kulturMontag“ am 9. März 2020 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich besonders den bildenden Künsten. So ist dem, in neuem Glanz erstrahlenden, Künstlerhaus ein Schwerpunkt gewidmet. Heute (6. März) öffnet Wiens jüngste Adresse für moderne Kunst nach mehrjährigen Bauarbeiten offiziell ihre Pforten. Die Revitalisierung und den herausfordernden Veränderungsprozess für alle Beteiligten begleitete die anschließend an das Magazin gezeigte neue Dokumentation „Das Künstlerhaus – Aufruhr/Umbruch“ (23.15 Uhr) von Tristan Zahornicky. Weitere „kulturMontag“-Beiträge befassen sich u. a. mit dem Werk des Renaissancemalers Raffael, das zum 500. Todestag in einer großen Schau in Rom gewürdigt wird, sowie mit einer neuen Ausstellung des Zagreber Leitungskollektivs WHW in der Wiener Kunsthalle, in der Wachstums- und Kolonialismus-Kritik, Feminismus und Ökologie im Mittelpunkt stehen.

Von der Kaschemme zum Kunstpalast – Neustart im Künstlerhaus

Jahrelang war es dem Verfall preisgegeben, jetzt erstrahlt das Künstlerhaus am Wiener Karlsplatz in neuem Glanz und ist Wiens jüngste Adresse für moderne Kunst. Der umtriebige Mäzen, Kunstfreund und Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner hat das 57 Millionen Euro teure Facelifting mit seiner Privatstiftung finanziert und übernimmt auch die Instandhaltungs- und Wartungskosten. Damit kann sich „Albertina“-Direktor Klaus Albrecht Schröder seinen langgehegten Expansionstraum erfüllen. Auf 2.500 Quadratmetern zeigt er in der neuen „Albertina Modern“ die Ausstellung „The Beginning“ und setzt dabei auf österreichische Kunst – basierend auf jener Sammlung von 60.000 Bildern und Skulpturen des ehemaligen Essl-Museums, die nach dessen Schließung 2016 zu 60 Prozent von Hans Peter Haselsteiner übernommen bzw. zu 40 Prozent als Schenkung an die Albertina gingen. Von Günter Brus bis Valie Export, von Gottfried Helnwein bis Arnulf Rainer, von Hermann Nitsch bis Erwin Wurm – die erste Schau im sanierten Baujuwel zeigt die Erneuerer der österreichischen Kunst nach 1945.

Die Rätsel des Raffaello Sanzio – eine Würdigung zum 500. Todestag

Neben Leonardo da Vinci und Michelangelo zählt Raffael, dessen Todestag sich am 6. April zum 500. Mal jährt, zu den Überfliegern der Renaissance. Viele Werke hat er hinterlassen, dürftig ist allerdings die Quellenlage zu diesem Künstler, der in seinem nur 37-jährigen Leben als einer der gefragtesten seiner Zeit galt. Bis heute rühmen Kunsthistoriker Raffaels außerordentliches Raumgefühl, den dramatischen Ausdruck seiner Heiligen, Madonnen und Jesuskinder. Er wurde von zwei Päpsten beschäftigt und von reichen Adeligen hofiert, führte als Günstling der Mächtigen und Reichen ein Luxusleben im Stil eines modernen Celebrity-Künstlers. Entsprechend selbstbewusst soll er gewesen sein. In Rom wurde dieser Tage in den Ausstellungshallen des Präsidentenpalasts eine große Schau mit mehr als 200 Gemälden und Zeichnungen aus Leihgaben der Uffizien, des Louvre, der Albertina, des British Museum in London, des Prado, der National Gallery of Art in Washington und dem Palais des Beaux-Arts in Lille feierlich eröffnet.

What, How & for Whom – Die Kunsthalle Wien auf neuen Wegen

Was macht ein gutes Leben aus? Dieser Frage ist das neue Leitungskollektiv WHW in seiner ersten Schau in der Wiener Kunsthalle auf den Grund gegangen. In „Von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden“, so der Titel, beziehen sich die aus Zagreb stammenden Kunstmanagerinnen Ivet Curlin, Sabina Sabolovic und Nataša Ilic auf das Buch „Globalization and the Manufacture of Transient Events“ des libanesischen Autors und Künstlers Bilal Khbeiz. In den vergangenen zwei Jahrzehnten entzieht sich der Horizont eines guten Lebens jedoch immer mehr Menschen – auch dort, wo er als selbstverständlich galt. Internationale und heimische Künstlerinnen und Künstler wie Hito Steyerl, Dan Perjovschi, Milica Tomić oder Oliver Ressler kritisieren in ihren Arbeiten die brutalen Prozesse, die ebenjene emanzipatorischen und politischen Werte aushöhlen, die ein lebenswertes Dasein für die Mehrzahl der Menschen erst ermöglichen.

Dokumentation „Das Künstlerhaus – Aufruhr/Umbruch“ (23.15 Uhr)

Am 6. März wird das Künstlerhaus am Wiener Karlsplatz in neuer Pracht eröffnet. Ein wenig ironisch klingt der Titel der Eröffnungsschau:
„Alles war klar“. Denn viele Unklarheiten taten sich im Zuge der von der Haselsteiner Familien-Privatstiftung finanzierten Generalsanierung auf, die einhergingen mit Verbalinjurien, Personalrochaden und der Abspaltung eines Teils des Künstlervereins. Regisseur Tristan Zahornicky begleitete für seinen Film die Umbauarbeiten, die für den Findungsprozess einer neuen Identität und die Hoffnung auf eine abgesicherte Zukunft stehen.

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