„kulturMontag“ über Mayers Maßnahmen, die Kunst des Wartens und den Neuanfang in Österreichs Museen am 25. Mai in ORF 2

Außerdem: Burgtheater-Direktor Martin Kušej im Studio; danach Dokumentation „CineKino – Polen“

Wien (OTS) Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 25. Mai 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich zunächst den Plänen der neuen Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Zudem ist der Direktor des Burgtheaters Martin Kušej live zu Gast im Studio und spricht über den neuen Spielplan für die nächste Saison, die neue Normalität, die Hürden und die unbändige Lust am Spielen. Weiters unternimmt die Sendung zum Neustart mit neuen Regeln einen Lokalaugenschein in Österreichs Museenlandschaft und begibt sich auf Spursuche über das Phänomen „Warten“. Anschließend an das Magazin steht eine weitere Folge der zehnteiligen Dokureihe „CineKino“ über das Filmland „Polen“ (23.30 Uhr) auf dem Programm.

Masken, Maßband & Moneten – Mayers Maßnahmen

In der Woche 11 seit Corona steckt die Kulturbranche nach wie vor in der Krise. Nach dem Rückzug von Ulrike Lunacek hat Andrea Mayer die Kulturagenden in der Bundesregierung übernommen. Kunstschaffende und Kultur-Institutionen begrüßen die Entscheidung. Eine ihrer ersten Amtshandlungen als neue Kunst- und Kulturstaatssekretärin ist ein Branchentreff, zu dem sie 40 Vertreterinnen und Vertreter quer durch die Sparten samt Gesundheitsminister eingeladen hat, bei dem ein weiterer Stufenplan und die entsprechenden Verordnungen konkretisiert werden sollen, um sie am 25. Mai zu veröffentlichen. Hoffnungsschimmer oder doch ein Déjà-vu – die Abgesandten der Szene zeigen sich zurückhaltend.

Wie für alle anderen Bühnen des Landes fiel auch für Martin Kušejs Burgtheater Mitte März der Vorhang. Die Ausfälle durch die Schließung des Theaters werden hoch beziffert. Mit Kurzarbeit wurden Entlassungen in weiterer Folge vermieden, für den restlichen Teil hofft er auf Hilfszahlungen vom Bund. Direktor Martin Kušej legt am Montag seinen neuen Spielplan für die nächste Saison vor, der zuallererst Ausdruck einer großen Sehnsucht nach direktem künstlerischem Austausch, nach Reflexion und Verständigung ist. Die Zukunft, die neue Normalität, die Hürden und die unbändige Lust am Spielen skizziert der Burg-Chef im Gespräch mit Clarissa Stadler live im Studio.

Bereits um 19.45 Uhr ist Martin Kušej in ORF III im Gespräch mit Peter Fässlacher – im Rahmen einer „Kultur Heute“-Spezialausgabe, in der die Spielplan-Saisonpräsentation des Burgtheaters auf dem Programm steht.

Let’s get lost – Endlich wieder im Museum

Willkommen, Bienvenue, Welcome! Nach wochenlangem Shutdown regt sich in Österreichs Museen endlich eine Art „Frühlingserwachen“, dürfen die Musentempel doch ab Mitte Mai endlich wieder aufsperren. Schritt für Schritt wagen die Ausstellungshäuser quer durch Österreich einen Neuanfang mit neuen Regeln. Verpflichtend sind ein Nasen-Mund-Schutz, ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter und pro zehn Quadratmeter Raumfläche ein Besucher. Das Wiener Belvedere hat den Kunstreigen mit seiner Ausstellung „Into the Night. Die Avantgarde im Nachtcafé“ eröffnet. Im Kärntner Museum Liaunig etwa lockt man mit der Personale für Martha Jungwirth, die heuer ihren 80. Geburtstag gefeiert hat. Wie der Neustart mit neuen Regeln funktioniert, zeigt ein Lokalaugenschein in Österreichs Museumslandschaft.

Einblick in die Ewigkeit: Warten – Eine verlernte Kunst

Nicht zuletzt der Corona bedingte Lockdown lehrt uns in einer Art unfreiwilligem Feldversuch das Phänomen Warten neu zu reflektieren. Wie umgehen mit dem Warten, dem unfreiwilligen Stillstand der Gesellschaft? Der Kulturwissenschafter Thomas Macho attestiert eine verlernte Wartekultur. Die Psychologin Sabine Völkl-Kernstock verweist dabei auf die Tatsache, dass uns von außen auferlegtes Warten – wie bei Corona – wesentlich mehr zu schaffen macht, als selbst herbeigeführtes Warten. Der deutsche Autor und Journalist Timo Reuter wiederum plädiert in seinem Buch „Warten. Eine verlernte Kunst“ für einen offeneren, durchaus spielerischen Zugang. Wartezeit sei keine verlorene Zeit, sondern geschenkte Lebenszeit. Auch Claudia Peppel vom Berliner Institute for Cultural Inquiry verweist in ihren Überlegungen darauf, dass das Warten eine verlernte und damit wieder erlernbare Kulturtechnik ist. Auch die Kunst beteiligt sich am Warte-Diskurs: Man denke an Samuel Becketts „Warten auf Godot“ oder die eindringlichen Gemälde von Edward Hopper. Aber auch junge Wiener Künstler wie Matthias Lautner und Christian Bazant-Hegemark sezieren in ihren Gemälden das Phänomen. Der „kulturMontag“ begibt sich auf Spurensuche und fragt bei Expertinnen und Experten, Künstlerinnen und Künstlern nach.

Kulturdokumentation „CineKino – Polen“ (23.30 Uhr)

Europäisches Kino, das sind mehr als 120 Jahre Filmgeschichte und mehr als 1.000 neue Produktionen jährlich: Die Doku-Reihe „CineKino“ präsentiert Höhepunkte, Schlüsselszenen und filmische Kostbarkeiten aus zehn Ländern. Zahlreiche Filmausschnitte, Interviews mit Filmschaffenden über ihre Favoriten und Archivmaterial verschaffen einen lebendigen Eindruck der Besonderheiten des jeweiligen Filmlandes. Die aktuelle Folge widmet sich Polen und erzählt von herausragenden Regisseuren des Landes und ihren Werken, die zu den Meilensteinen der europäischen Filmgeschichte zählen. Eine Begegnung mit international renommierten Filmemachern wie Krzysztof Kieslowski, Krzysztof Zanussi, Andrzej Zulawski und dem Altmeister Andrzej Wajda, der seine Botschaften in Zeiten ohne Pressefreiheit über seine Filme vermittelte. Nicht zu vergessen Roman Polanski – nach 40 Jahren Exil kehrte er in seine Heimat zurück und drehte seinen großen Erfolg „Der Pianist“. Gefeiert wurde im Ausland auch der 2015 mit einem Oscar prämierte Film „Ida“, der in Polen für kontroverse Diskussionen sorgte. Außerdem Thema: Juliusz Machulskis futuristische Kultkomödie „Sexmission“, in Polen ein Kassenschlager. Regie: Laurent Heynemann.

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