Kuntzl: Wir benötigen Chancengerechtigkeit statt sozialer Selektion an Universitäten

SPÖ-Wissenschaftssprecherin zu den Folgen von Aufnahmetests an Universitäten

Wien (OTS/SK) Für die SPÖ-Wissenschaftssprecherin zeigt die Studie des IHS zu Aufnahmetests an Universitäten wieder einmal, „dass wir in Österreich weit von Chancengerechtigkeit in der Bildung entfernt sind. Statt jedoch diesem Problem entgegenzuwirken, verschärft die Hochschulpolitik der ÖVP die Aufstiegsmöglichkeiten für Kinder aus Nicht-Akademiker Haushalten noch weiter.“ Die Zugangsbeschränkungen an Universitäten, die 2005 in Österreich eingeführt wurden, haben laut der Studie des Instituts für Höhere Studien zu einer verschärften sozialen Selektion geführt. Durch die Aufnahmeverfahren wurden besonders in den medizinischen Studiengängen potentielle Studierende abgeschreckt, die ein Studium erfolgreich betrieben hätten. Besonders negativ betroffen waren Jugendliche, deren Eltern keinen Universitätsabschluss haben. Vor allem sie haben weniger oft ein Studium begonnen und abschließen können. „Ob ein junger Mensch in Österreich ein Medizin-Studium beginnt oder nicht, hängt also weiterhin davon ab, ob er oder sie in eine Akademikerfamilie hinein geboren wurde. Anstatt mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen, wird die soziale Selektion also verstärkt“, resümiert Kuntzl.

Dieses Problem ist in Österreich leider weit verbreitet. Arbeiterkinder schaffen es weniger oft ein Studium zu beginnen und abzuschließen und sie sind in der Wissenschaft unterrepräsentiert. Ein Bachelorstudium beginnen zum Beispiel Akademikerkinder etwa dreimal so oft wie Arbeiterkinder. Die Bildungschancen hängen leider weniger mit dem Wissen und Können der Studierenden zusammen und mehr mit den finanziellen Möglichkeiten der Eltern. „Die geplante Novelle des Universitätsgesetzes droht dieses Problem nur noch weiter zu verschärfen“, warnt Andrea Kuntzl. „Denn Studierende aus finanziell schwächeren Familien, arbeiten öfter neben dem Studium. Besonders sie trifft die Einführung der neuen Hürden im geplanten Gesetz.“ (Schluss) up

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