Live aus dem Newsroom: „Universum Spezial: Ist die Welt noch zu retten?“ am 16. September um 20.15 Uhr in ORF 2

Im Rahmen der ORF-Umweltinitiative „MUTTER ERDE: Unser Klima, unsere Zukunft – Wir haben es in der Hand“

Wien (OTS) Unter dem Titel „Ist die Welt noch zu retten?“ steht am Mittwoch, dem 16. September 2020, um 20.15 Uhr ein „Universum Spezial“ auf dem Programm von ORF 2: Live aus dem Newsroom führen Tarek Leitner und Christa Kummer durch diesen Hauptabend, der anlässlich der ORF-Umweltinitiative „MUTTER ERDE: Unser Klima, unsere Zukunft – Wir haben es in der Hand“ (Details unter presse.ORF.at) auch eine aktuelle Bestandsaufnahme des Weltklimas abbilden soll

Dabei betrachten die „Universum“-Redaktion und die ORF-Landesstudios den Klimawandel aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Mit Hilfe der ORF-Grafik wird der Zustand des Weltklimas sichtbar. Internationale Naturfilmer/innen schildern ihre Eindrücke, ihre Beobachtungen von der Wrangelinsel in der Arktis über die afrikanischen Nationalparks bis hin zum Amazonas. Sie führen das TV-Publikum in entlegene Regionen der Erde, an denen die Wandlung der Natur unter dem Einfluss der Corona-Pandemie sichtbar wird und die Auswirkungen des Klimawandels besonders deutlich werden.

Ganz konkrete Beispiele aus den Landesstudios stellen die Verbindung zu regionalen Folgen her. So wird greifbar, wie das Aufbrechen der Permafrostböden in der Arktis mit dem Austrocknen des Neusiedler Sees zusammenhängt. Die Sendung blickt aber auch ganz besonders auf die vergangenen Monate dieses Jahres zurück: Welche Auswirkungen hat und hatte die Pandemie auf den Zustand des Weltklimas? Gibt es tatsächlich positive Signale in Sachen Klimawandel oder war das alles nur ein „Strohfeuer“, weil schon bald alles wieder genauso weitergehen wird wie davor? Wie hat sich Österreich verändert? Antworten darauf kommen wieder aus den Landesstudios. Und nicht zuletzt begibt sich „Universum Spezial“ auf die Suche nach Menschen und Gemeinden in Österreich, die es jetzt schon besser machen, die auf ganz regionaler Ebene Lebensweisen verändern, die auch positive Auswirkungen auf den Klimawandel im Großen haben können.

„Universum Spezial“ mit internationalen Beiträgen von der Arktis über Afrika zum Amazonasgebiet

Wrangelinsel, Russland, Arktischer Ozean
Die Filmemacher Manuel Hammelsbeck und Ulrike Hallas reisten mit einer internationalen Forschungsexpedition auf die Wrangelinsel. Diese kleine russische Arktisinsel liegt in der Tschuktschensee und ist das nördlichste UNESCO-Weltnaturerbe unsere Erde. Bis zum heutigen Tag nie vergletschert, beheimatet das streng geschützte Eiland eine Pflanzen- und Tierwelt, die besonders sensibel auf Klimaveränderungen reagiert. Die Wrangelinsel ist auch ein Rückzugsort für Eisbären. Denn ihnen schmilzt das Eis buchstäblich unter den Tatzen weg. Die Packeisgrenze hat sich allein in den vergangenen zehn Jahren um 100 Kilometer nach Norden verschoben. Das ist umso dramatischer, als das Eis der Arktis wie ein „Kühlschrank“ funktioniert, in dem die Nahrungskette mit großen Planktonbeständen ihren Anfang nimmt. Die Forscher/innen sind sich einig: Erwärmt sich dieser „Kühlschrank“ weiter, verliert die arktische Unterwasserwelt ihre lebensnotwendigen Nahrungsquellen für unzählige Meeresbewohner.

Gabun, Westafrika
Ethnologe und Filmemacher Werner Zips besuchte eines der Vorzeigeländer in Sachen Regenwald-Schutz in Afrika. Gabun ist umgerechnet auf die eigene Größe des Landes nach Surinam das Land mit der größten Regenwaldfläche weltweit. Hier wandern noch große Herden von Waldelefanten. Im Jahr 2003 eröffnete Gabun in einer weltweit einzigartigen Kraftanstrengung 13 Nationalparks. Damit wurden immerhin elf Prozent der Landesfläche unter strengen Naturschutz gestellt. Zips zeigt in seinem Bericht auch, dass Tierschutz nicht nur Artenschutz ist, sondern auch Klimaschutz. Die Waldelefanten sind Indikatoren für funktionierende Ökosysteme. Durch ihren Dung verbreiten sie die Samen der Urwaldriesen und sind somit mitverantwortlich für die Reproduktion der Regenwälder. Hilflos zusehen müssen die Naturschützer hingegen der Verschmutzung ihrer Strände durch Tonnen von Plastikmüll, der durch die Meeresströmung aus ganz Afrika angeschwemmt wird und kaum zu beseitigen ist. Werner Zips hat auch die Menschenaffen in den Nationalparks besucht. Auch sie stehen in Covid-Zeiten unter Quarantäne, da sie besonders anfällig für Viruskrankheiten sind. Ebola hat das bereits bewiesen. Der Mensch muss sich wohl noch für längere Zeit von ihnen fernhalten.

Sambia, südliches Afrika
Menschenleer sind momentan auch viele andere afrikanische Nationalparks wie etwa der South Luanga Nationalpark in Sambia. Zu den wenigen, die sich hier aufhalten können und dürfen, zählen die international vielfach ausgezeichneten „Universum“-Naturfilmer Will und Lianne Steenkamp. Auch ihr jüngster Film, „Olimba – Königin der Leoparden“ (13. Oktober, 20.15 Uhr, ORF 2) ist hier entstanden. Für die „Universum“-Spezialausgabe begaben sie sich exklusiv auf einen Lokalaugenschein in den Park, um herauszufinden, wie sich dieser natürliche Lebensraum von Mensch und Tier in Corona-Zeiten ohne Touristen entwickelt. Ihr Urteil stimmt nachdenklich. Das bislang funktionierende Gefüge von geregeltem Tourismus im Einklang mit dem Wildtierleben des Parks gibt es so nicht mehr. Buchstäblich geregelte Bahnen, in denen sich unter normalen Umständen Tiere wie Menschen in gegenseitigem Respekt voreinander bewegt haben, geraten außer Kontrolle. Auch weil viele Park-Ranger nun ihre Arbeit verloren haben, nimmt die Wilderei wieder zu. Nicht unbedingt, um Profit daraus zu schlagen. Die nun arbeitslose lokale Bevölkerung wird vom Hunger zur Wilderei getrieben. Das Porträt eines afrikanischen Nationalparks in Zeiten von Corona von zwei der gegenwärtig weltbesten Naturfilmer/innen.

Jacobina, Brasilien und das Amazonasgebiet.
Erschreckende Statistiken zeigen, wie sich Brandrodungen in den Regenwäldern Südamerikas, vor allem aber in Brasilien, im Schatten von Corona ausgeweitet haben. Im Amazonasgebiet brennt es so oft wie seit 13 Jahren nicht mehr. Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr wurden heuer bereits 33 Prozent mehr Regenwald niedergebrannt. Mit den Zielen: Ausweitung von Weideflächen und Erschließung von Minen für den Gewinn von Edelmetallen. Der Vorarlberger Thomas Bauer lebt seit mehr als 22 Jahren in Brasilien und setzt sich dort für den Schutz der unterdrückten Landbevölkerung ein. Und er macht Umweltsünden öffentlich. Unter anderem am Bespiel der Goldmine nahe seines Wohnorts Jacobina im Nordosten des Landes. Aufgrund des hohen Goldpreises floriert die Mine mehr denn je. Doch 100 Gramm geschürftes Gold bedeuten auch 100 Tonnen Aushubmaterial. Die zum Schürfen benötigten Chemikalien verseuchen das Grundwasser. Erst kürzlich musste ein kleines Dorf nahe der Mine weichen, um die Staubecken für das Schlamm- und Schwemmmaterial der Mine ausweiten zu können. Thomas Bauer mit einem persönlichen Blick auf ein Brasilien, dessen Bevölkerung stark unter der Corona-Pandemie leidet, das zugleich aber der Ausbeutung seiner natürlichen Ressourcen Tür und Tor öffnet.

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