„matinee“ am Feiertag: Doku „Wiener Tradition 2.0 – Altes neues Handwerk“ und Porträt Robert Stolz

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Staatsfeiertag, am Dienstag, dem 1. Mai 2018, thematisiert um 9.05 Uhr in ORF 2 zunächst „Wiener Tradition 2.0 – Altes neues Handwerk“ und alteingesessene Betriebe, denen durch junge Generationen wieder neues Leben eingehaucht wird. Anschließend erinnert der Film „Robert Stolz – Musik der Versöhnung“ (9.50 Uhr) an die unvergessenen Melodien des österreichischen Komponisten und feiert die versöhnende Kraft seiner Musik.

„Wiener Tradition 2.0 – Altes neues Handwerk“ (9.05 Uhr)

Was fast provokant klingt, ist in Wien eine Tradition innerhalb der Tradition. Erkenntnis, Fortschritt, Manifestieren des Gelernten und Aufbruch zu Neuem: All das findet in einem beständigen Fluss in Wien statt. Der Film von Barbara Weissenbeck und Gerald Benesch fängt die Handwerkskunst ein, bevor sie den nächsten Innovationsschritt macht und so lange sie noch existiert. Mit Augenzwinkern ist den Filmemachern ein spritzig-wertschätzender Einblick in fast Vergessenes gelungen.
Kindheitserinnerungen werden wahr, wenn „Die Zuckerwerkstatt“ nach alten Rezepturen und Musterbüchern handgemachte Zuckerl live produziert. Klaus Mühlbauer ist nicht zu bremsen, wenn es um Material- und Designinnovation bei seinen Hüten geht – er hat sogar Brad Pitt als Stammkunden. Die Modeschöpferin Susanne Bisovsky wiederum interpretiert „Tracht“ viel weiter als vermutet, hat sie doch bei Helmut Lang und Vivienne Westwood gelernt.
Thomas Petz hat den Beruf des Hornkammmachers vom Großvater übernommen, mit neuen Designs erweitert und produziert heute viel mehr als nur Kämme aus afrikanischen Rinderhörnern. Andreas Gugumuck züchtet und verwertet Schnecken und kocht nach alten Rezepten. Dazu passt am besten ein wiederentdeckter „Gemischter Satz“ der WienWein-Gruppe. Die sechs Winzer waren außerdem form- und namensgebend für eine Glasserie der weltberühmten Wiener Glas-Manufaktur Lobmeyr.
Aber auch Kulinarik und Genuss haben neu interpretierte Tradition in Wien, denn Seniorinnen und Senioren backen Kuchen und Torten in einem Kaffeehaus, das als lustiger Pop-up-Store begann: „Die Vollpension“ sieht sich als generationenverbindendes Projekt.

„Robert Stolz – Musik der Versöhnung“ (9.50 Uhr)

Mit dem Komponisten Robert Stolz verbindet man vor allem gefällige Melodien, die in den 1950er bis 1970er Jahren zum festen Bestandteil der Fernsehunterhaltung im deutschen Sprachraum gehörten. Doch wird das Bild vom „melodienseligen Altmeister“ kaum dem Mann gerecht, der fast ein ganzes Jahrhundert Kulturgeschichte erlebte – neben Riesenerfolgen erfuhr er auch große Niederlagen.
Die Dokumentation von Thomas Voigt und Wolfgang Wunderlich zeigt den „anderen“, unbekannten Robert Stolz: einen Mann, der zeitlebens unter Angstzuständen litt, der immer wieder auf raffinierte Frauen hereinfiel und dabei ein Vermögen verlor. Stolz war ein couragierter Mann, der nach dem „Anschluss“ Österreichs etlichen Verfolgten zur Flucht verhalf und dennoch „als feindlicher Ausländer“ in Paris interniert wurde. Er wurde trotzdem zu einem „Botschafter des Friedens“, der wesentlich zur Versöhnung beitrug. In seinem langen, fast hundertjährigen Leben, war der Komponist schließlich ein wichtiger Zeitzeuge, dessen kulturgeschichtliche Bedeutung als Bindeglied zwischen Johann Strauß und Udo Jürgens dem Filmprojekt den eigentlichen Impuls gegeben hat.
Neben zahlreichen kostbaren Archivausschnitten sind es vor allem Gesprächspartner wie Clarisse Henry, die Tochter von Robert Stolz’ Ehefrau Einzi, Max Raabe, André Rieu, Nigel Douglas, Renate Holm und Ingrid Wendl sowie die zum Zeitpunkt der Filmentstehung noch lebenden Legenden wie Marta Eggerth, Anneliese Rothenberger, Wolfgang Rademann und Udo Jürgens, die die bewegende Geschichte eines großen Musikers und Menschenfreundes lebendig machen.

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