„matinee“ am Feiertagswochenende: Currentzis Mozart-Requiem, neue Dokus über „5 Jahre MuTh“ und Mstislaw Rostropowitsch

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Zwei besondere Kulturvormittage präsentiert ORF 2 am kommenden Feiertagswochenende. Zu Mariä Empfängnis, am Freitag, dem 8. Dezember 2017, steht um 9.05 Uhr das bei den diesjährigen Salzburger Festspielen von „Klassikrebell“ Teodor Currentzis dirigierte Mozart-Requiem auf dem Programm. Am Sonntag, dem 10. Dezember, zeigt die „matinee“ die neue Dokumentation „5 Jahre MuTh – Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben“ (9.05 Uhr), die Einblicke in die kurze, aber intensive und anfangs nicht unumstrittene Geschichte des Musikzentrums am Wiener Augartenspitz gewährt. Anschließend ist das ebenfalls neue Filmporträt „Mstislaw Rostropowitsch – Der ungezähmte Bogen“ (9.35 Uhr) über einen der bedeutendsten Cellisten des 20. Jahrhunderts zu sehen. Den von Martin Traxl präsentierten Vormittag beschließt „Die Kulturwoche“ (10.40 Uhr) mit aktuellen Kulturberichten und -tipps.

Freitag, 8. Dezember:

„Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem“ (9.05 Uhr)

Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen interpretierte Dirigent Teodor Currentzis am Pult seines Orchesters MusicAeterna Wolfgang A. Mozarts letztes Werk: das „Requiem“ in d-Moll. Mozart hatte daran bis kurz vor seinem Tod am 5. Dezember 1791 gearbeitet und doch sollte es ein Fragment bleiben. Bis heute berührt diese Komposition viele Menschen zutiefst – so auch Currentzis, bekannt für seine leidenschaftliche Perfektion und seinen revolutionären Geist. Der griechische Klassikrebell mit russischem Pass gilt bereits als Superstar der Klassikwelt und gab mit dem Requiem sein Debüt in Salzburg.
Sein Orchester MusicAeterna gründete Currentzis in der Zeit als Generalmusikdirektor im sibirischen Nowosibirsk. Heute ist der Dirigent mit seinem Ensemble in Perm beheimatet, Europas östlichster Millionenstadt, wo er seit 2011 Musikalischer Leiter des Akademischen Opern- und Ballett-Theaters ist. MusicAeterna spielt auf historischen Instrumenten, ein Faktor, der es Currentzis ermöglicht, bekannt geglaubter Musik völlig neues Leben einzuhauchen. Seine Mozart-Dirigate wurden bereits vielfach preisgekrönt, auch seine Interpretation des „Requiem“ ist stürmisch gefeiert worden.
Als Solisten in der Salzburger Felsenreitschule sangen Anna Prohaska (Sopran), Katharina Magiera (Alt), Mauro Peter (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass).
Peter Schneeberger führt aus dem Mozart-Wohnhaus am Salzburger Makartplatz in das Stück ein. Henning Kasten zeichnet für die ORF-Bildregie verantwortlich.

Sonntag, 10. Dezember:

„5 Jahre MuTh – Der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben“ (9.05 Uhr)

Die Dokumentation von Hermann Aichwalder ist eine filmische Zeitreise von der Entstehung des Musikzentrums MuTh der Wiener Sängerknaben am Augartenspitz bis heute. Entstanden ist ein Konzerthaus für alle Sinne mit einer fantastischen Akustik, besten Sichtlinien von jedem einzelnen Platz und einem wohlgefälligen architektonischen Materialmix aus Glas, Metall und Holz, der sich in die Umgebung einfügt und auch die alte barocke Bausubstanz bestmöglich eingliedert.
Die Direktorin des MuTh, Elke Hesse, führt anhand von Interviews mit Planern, Technikern und Künstlern durch den Film. Es kommen viele Wegbegleiter des MuTh zu Wort, die einiges an Wissenswertem und Anekdotischem zur Erfolgsgeschichte der Musikstätte beitragen und damit zeigen, wie bunt und vielfältig das Haus und seine „Bespieler“ sind.

„Mstislaw Rostropowitsch – Der ungezähmte Bogen“ (9.35 Uhr)

Mstislaw Rostropovich zählt zu den bedeutendsten Cellisten des 20. Jahrhunderts. Auch als Dirigent, Pianist, Lehrer und politischer Humanist reichte sein Ruf weit über seine Heimat Sowjetunion hinaus. Von dort musste er 1972 fliehen, da er sein Instrument und seine Musik für den Widerstand gegen den Kommunismus einsetzte. Von da an lebte er in Paris und Washington. Der Film von Bruno Monsaingeon erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte des Musikers anhand seltener Archivaufnahmen und Berichten seiner Töchter Olga und Elena Rostropovich, von Freunden mit berühmten Namen wie Natalja und Ignat Solschenizyn, Marta Casals Istomin und Gennadi Roschdestwenski.

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