Missbrauch: Klage gegen Diakon der Diözese Gurk eingebracht

Hat Bischof Schwarz Täter gedeckt?

Klagenfurt/Wien (OTS) Wieder erschüttert ein Fall von sexueller Gewalt die katholische Kirche: ein heute 44jähriger Mann klagt seinen ehemaligen Peiniger Siegfried L. auf 89.000 EUR – eine Almose nach einem zerstörten Leben: Jack B. wuchs vom Babyalter an im Kärntner SOS Kinderdorf Moosburg auf. Als 11jähriger Ministrant entnahm er 20 Schilling aus dem Spendenkorb, um Süßigkeiten zu kaufen. Diakon L. hatte dies beobachtet. Fortan erpresste er ihn und zwang ihn zu sexuellen Handlungen. 

 Orale und anale Vergewaltigung 

Eineinhalb Jahre lang musste er Diakon L. mit der Hand sowie auch oral befriedigen und wurde auch anal von ihm vergewaltigt. Jack.B. wurde dabei verletzt und betonte ständig, dass er dies nicht wolle. Danach wurde Jack B. seelisch krank und musste in der Jugendpsychiatrie Klagenfurt behandelt werden, er trank zu viel, seine späteren Ehen scheiterten, zu einer stabilen Beziehung war er nicht fähig. Wegen kleiner Delikte kam er mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt. Von der kircheneigenen „Klasnic Kommission“ erhielt er 15.000 EUR und nahm eine neue Identität an, da der Täter ihn immer noch nachstellte und einzuschüchtern versuchte. 

Bischof und Klasnic Kommission decken Täter

Besonders empörend erscheint das Verhalten von Bischof Schwarz, der den pädokriminellen Diakon anscheinend deckte. Schwarz dürfte  mit dem Täter befreundet sein und wurde vom Beschuldigten im späteren Strafverfahren als dessen Entlastungszeuge beantragt. Jetzt wurde Schwarz von Jack B. als Zeuge beantragt. Auch die Klasnic-Kommission verweigerte der Staatsanwaltschaft Auskunft über weitere Opfer desselben Täters (was eine Strafverfolgung wesentlich erleichtert hätte) und blockiert Jack B. die Einsicht in die eigenen Akten. Es wurde von der StA Klagenfurt ein Strafverfahren eingeleitet. Das OLG Graz hob die Anklage in letzter Minute wegen „Verjährung“ auf. 

Opfer kämpft für Gerechtigkeit

Nun klagt Jack B. den Diakon auf Schadenersatz (Schmerzensgeld, Verdienstentgang und Feststellung). Oft finden Kirchenopfer nicht die Kraft, später ihre Peiniger vor Gericht zu bringen. Jack B. ist hier eine Ausnahme. „Gerechtigkeit kann es für mich wohl nicht mehr geben, aber dieser Mann soll nicht weiterhin völlig unbehelligt herumlaufen“, so der Betroffene.  

Jack B. im Video-Interview: https://vimeo.com/275124092
www.betroffen.at

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