Nachdenkliches ORF-„dokFilm“-Doppel am Palmsonntag über den Zustand unseres Planeten

Mit TV-Doku „Erde unter Wasser – Wohnen im Klima-Chaos“ und Kinodokumentarfilm „Erde“ – ab 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Am Palmsonntag, dem 28. März 2021, regt der „dokFilm“ in ORF 2 gleich mit zwei Produktionen zum Nachdenken über den Zustand unseres Planeten an: Zunächst befasst sich die von Matthias Widter und Ulrike Schmitzer für 3sat gestaltete TV-Dokumentation „Erde unter Wasser – Wohnen im Klima-Chaos“ mit visionären Projekten im Kampf gegen die Klimaerwärmung und den dadurch bedingten Anstieg des Meeresspiegels. Danach steht die TV-Premiere des vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens unterstützen Kinodokumentarfilms „Erde“ (23.50 Uhr) von Nikolaus Geyrhalter über den zerstörerischen ökologischen Fußabdruck der Menschheit auf dem blauen Planeten auf dem Programm.

„Erde unter Wasser – Wohnen im Klima-Chaos“ (23.05 Uhr)

Der Meeresspiegel steigt immer schneller an. Hunderte Millionen Menschen an den Küsten unserer Erde sind schon jetzt bedroht. Wird das Wasser der Lebensraum der Zukunft? Werden wir auf „Oceanix“ leben – einer schwimmenden Stadt, wie sie die Vereinten Nationen für Klimaflüchtlinge errichten wollen? Oder werden schwimmende Villen, wie sie der französische Architekt Jacques Rougerie plant, das Südseeparadies Tahiti retten? In jedem Fall wird weltweit an neuen Konzepten gearbeitet, dem Meer wieder Lebensraum abzuringen, denn:
Die Flut wird kommen. In dem 2019 entstandenen Film zeigen Matthias Widter und Ulrike Schmitzer visionäre Projekte für ein Leben mit der Flut vor.

Noch ist es ein spannender Luxus: Visionäre Hotel- und Gastronomiebetreiber bieten Zimmer mit Unterwasserblick oder Underwater-Restaurants an. Sticht der „SeaOrbiter“ von Jacques Rougerie bald in See? Oder werden wir bald alle auf schwimmenden Boulevards durch die Hafenstädte spazieren? Das Thema Klimawandel ist sehr ernst, die Entwicklung unumkehrbar. Schon jetzt ist der Meeresspiegel weltweit um 20 cm gestiegen. Expertinnen und Experten rechnen damit, dass die Ozeane bis zum Jahr 2100 um zwei Meter ansteigen. Das bedeutet, dass Millionen von Menschen aus Mumbai, Tokio, Guangzhou oder aus Bangladesch fliehen müssen. Auch die USA werden nicht verschont: Ganze Stadtteile von Miami, New Orleans und New York werden unter Wasser liegen. Deshalb sind Ideen, die aus der Science-Fiction stammen, aktuell: Städte im Meer und unter Wasser könnten zum Zufluchtsort werden.
Die Niederlande zeigen vor, wie man auf dem Wasser wohnt. Erste Pioniere leben bereits in „schwimmenden Nachbarschaften“, denn 40 Prozent der Niederländer sind nicht weniger als 100 Kilometer von einer Küste entfernt angesiedelt und daher massiv vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Weiterhin nur Deiche und Dämme zu bauen wird nicht reichen.
Sperrwerke wie die Thames Barriere in London versprechen den Menschen Sicherheit. Doch diese Jahrhundertbauwerke haben ihre Grenzen. Die Mehrheit der Menschen wird darauf angewiesen sein, dass dem Meer Lebensraum abgerungen wird.

„Erde“ (23.50 Uhr)

Jeden Tag bewegt die Natur weltweit 60 Millionen Tonnen Erdmaterial. Der Mensch hingegen – mit seinen riesigen Baggern, Schaufeln und Dynamit – schafft in der gleichen Zeit fast dreimal so viel. Filmemacher Nikolaus Geyrhalter beobachtet Menschen in Steinbrüchen, an Großbaustellen und Kohleabbaugebieten bei ihrem ständigen Bestreben, sich den Planeten untertan zu machen – stets getrieben von ihrem Ziel, den Profit zu maximieren. Entstanden ist ein eindrucksvolles Porträt, das spektakuläre Ansichten der gigantischen Verwüstung unseres Planeten zeigt.
In sieben Kapiteln führt der Film an Stätten des Tage- und Tiefbaus in Europa und Nordamerika. Im Braunkohletagebau im ungarischen Gyöngyös inmitten eines prähistorischen Sumpfzedernwaldes, in den Kupferminen am spanischen Rio Tinto, wo seit dem Römischen Reich Metall abgebaut wird, inmitten der Ölsande im kanadischen Alberta auf dem Gebiet einer First Nation oder auf einer Riesenbaustelle im kalifornischen San Fernando Valley, wo Berge geschliffen werden, um leicht zu bebauende Grundstücke für neue Städte zu schaffen. Zwischen der abstrakten Choreografie der Maschinen kommen die daran beteiligten Arbeiter/innen und Techniker/innen zu Wort. Sie erzählen vom leidenschaftlichen Kampf des Menschen gegen die Erde und von ihrer täglichen Faszination, monströse Berge zu versetzen. Sie sprechen aber auch voll Demut und Respekt und im Bewusstsein der unwiederbringlichen Veränderungen, die ihr Tun in unserer Natur hinterlässt.

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