NEOS fordern dringend Klarheit, einen Plan und mehr Tempo beim Impfen

Gerald Loacker: „Es ist unverantwortlich und lebensgefährlich, wenn die Regierung Impfdosen ungenutzt herumliegen lässt.“

Wien (OTS) Alarmiert reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf Medienberichte, wonach mit Stand gestern nicht einmal die von der Regierung behaupteten „rund 6.000“, sondern überhaupt erst 4.694 Menschen in Österreich gegen Covid19 geimpft worden sind. „Die ganze Welt hat jetzt zehn Monate auf diese Impfung gewartet. Die ganze Welt hat es geschafft, sich in dieser Zeit dementsprechend vorzubereiten und eine funktionierende Impflogistik aufzubauen und konnte sofort losimpfen. Nur Österreich lässt die rettenden Impfdosen wochenlang liegen und muss erst einmal einige wenige Auserwählte ,probeimpfen’. Dieses Schneckentempo ist unverantwortlich und lebensgefährlich. Ich fordere Minister Anschober und seinen Corona-Sonderbeauftragten Auer auf, umgehend aufzuwachen und sehr viele Zähne zuzulegen. Sonst bleibt Österreich bis zum Sanktnimmerleinstag im Lockdown und spinnt krude Ideen wie das ,Freitesten’, während der Rest der Welt längst freigeimpft ist.“

Intransparenz und Datenchaos auch bei Impfung

Abgesehen von der grob fahrlässigen Langsamkeit kritisiert Loacker die absolute Intransparenz und das prolongierte Datenchaos auch bei den Impfungen. „Muss Christian Nusser von Heute jetzt jeden Tag alle Bundesländer durchtelefonieren, damit Anschober, Auer und wir alle erfahren, wie viele – oder eher wie erschreckend wenige – Impfdosen bereits ausgeliefert und verimpft wurden? Dass ein tagesaktuelles Dashboard mit punktgenauen Zahlen keine Hexerei ist, zeigt beispielsweise Deutschland. Man muss Transparenz nur wollen. Aber offenbar soll die Öffentlichkeit nicht erfahren, wie langsam Österreich unterwegs ist und dass es nicht einmal zwei Prozent der 265.000 Impfungen in Deutschland geschafft hat“, so Loacker.

NEOS haben daher eine detaillierte Anfrage an das Ministerium und an die Bundesländer gestellt und erwarten rasch Antworten auf u.a. folgende Fragen:

  • Von welchen Anbietern hat die Bundesregierung wie viele Covid-Impfdosen bestellt?
  • Wie viele Impfdosen wurden bereits in die Bundesländer verteilt und wie viele davon verimpft?
  • Nach welchen Parametern werden die Impfdosen in Österreich verteilt? Und wie wird erfasst, welche Institutionen wie viele Dosen der Impfung erhalten und letztlich auch verabreicht haben?
  • Warum werden die Impfdosen besonders unter Rücksichtnahme auf die Situation in Alten- und Pflegeheimen nicht gleich verabreicht, sondern gelagert?
  • Wie viele Covid-Impfdosen bezieht Österreich über das EU-Kontingent? Und wie viele über zusätzliche Bestellungen?
  • Bis wann sollen wie viele der Impfdosen in Österreich ankommen?
  • Bis wann sollen wie viele Menschen mit dem Covid-Impfstoff geimpft werden?
  • Wann gehört jemand der „Hochrisikogruppe“ an, die der medialen Regierungskommunikation zufolge beim Impfen früher am Zug ist? Und wie unterscheidet sich diese „Hochrisikogruppe“ von der im Frühjahr definierten „Risikogruppe“ gemäß der entsprechenden Verordnung?
  • In der Schweiz dürfen Apotheker impfen – welche Schritte setzt Österreich, um schneller höhere Durchimpfungsraten zu gewährleisten?

Loacker: „All diese Fragen müssen sofort beantwortet werden. Gerade angesichts der großen Impfskepsis in der Bevölkerung ist beim Thema Impfen absolute Transparenz und eine Informationskampagne auf Augenhöhe mit den Bürgerinnen und Bürgern dringend gefragt. Die Wortmeldungen der vergangenen Tage, dass zehntausende Impfdosen zwar im Land sind, aber nicht vor nächster Woche verimpft werden, sind hingegen verstörend und gehören umgehend geklärt.“

Rückfragen & Kontakt:

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