NEOS: Wie geht es jetzt mit den Schulen weiter?

Martina Künsberg Sarre: „Mit dem ewigen Zittern, ob nächste Woche Schule ist oder nicht, muss Schluss sein. Wir brauchen einen Plan.“

Wien (OTS) Nach wie vor gibt es keine Klarheit, wann und wie der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden kann, kritisiert NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. „Es ist höchste Zeit, dass Bildungsminister Faßmann und Bundeskanzler Kurz endlich klar darlegen, wie es mit den Schulen weitergehen soll. Der Gesundheitsminister hat heute einmal mehr angekündigt, dass der Lockdown am 24. Jänner enden soll, weil er ,nicht ewig fortgesetzt werden kann’. Doch wann und wie geht es mit den Schulen weiter? Hier lässt die Bundesregierung alle Beteiligten weiterhin im Dunkeln tappen.“

Man müsse von jener sturen Auf-Zu-Auf-Zu-Politik, die die Bundesregierung bisher praktiziert, endlich wegkommen und Lösungen finden, wie trotz der Pandemie Schule möglichst normal und möglichst sicher stattfinden könne. „Natürlich muss hier immer Raum sein für Flexibilität – je nach aktuellem Infektionsgeschehen. Doch man kann niemandem, weder Schülerinnen und Schülern, noch Lehrerinnen und Lehrern, noch den Eltern den Vorwurf machen, sie seien in den vergangenen Monaten zu wenig flexibel gewesen“, konstatiert Künsberg Sarre.

Fahrplan bis Ostern

„Schule ist viel mehr als nur Unterricht. Besonders auch für Jugendliche“, sagt die NEOS-Bildungssprecherin. „Gerade in diesem Alter ist es schwer, über einen dermaßen langen Zeitraum von der Außenwelt getrennt zu sein und kaum soziale Kontakte zu Gleichaltrigen zu haben. Schülerinnen und Schüler können nicht dauerhaft zu Hause sitzen. Sie treffen einander dann anderswo, wo sie sich und andere noch viel eher anstecken.“

Die Bundesregierung müsse sich daher endlich deklarieren, wie es für die Oberstufen weitergeht. Zwischen März 2020 und Jänner 2021 lernten Oberstufenschüler_innen lediglich 78 von 167 Schultagen im Präsenzunterricht – vorausgesetzt, die Schulen würden am 18. Jänner wieder öffnen, hat die Zeit im Bild 1 gestern errechnet. Künsberg Sarre: „Ja, wie überall finden auch in Schulen Infektionen statt. Deshalb müssen wir, wie überall, auch in Schulen Sicherheitsmaßnahmen treffen. Aber mit den kurzfristigen Ankündigungen, ob nächste Woche Schule ist oder nicht, muss Schluss sein. Es ist längst bekannt, dass die langfristigen Auswirkungen umso gravierender sind je länger eine Schulschließung dauert und je öfter sie stattfindet. Die Regierung muss zumindest einen Plan für ein Vorgehen bis Ostern vorlegen, der je nach Ansteckungszahl adaptiert werden kann und der den jungen Menschen zumindest eine Perspektive gibt“.

„An Ideen, wie Schulen sicherer gemacht werden können, mangelt es nicht. Wir schlagen etwa seit Monaten vor, regelmäßig in den Schulen zu testen, auf andere Räumlichkeiten auszuweichen und in den Schichtbetrieb zu wechseln, wenn es die Zahlen erfordern. Jetzt ist die Regierung am Zug“, so Künsberg Sarre abschließend.

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