Neue Studie beweist: Tierwohl-Schnitzel würde maximal 7 Cent mehr kosten!

Wissenschaftliche Berechnungen zeigen, dass Umsetzung aller Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens in Schweinemast leistbar und notwendig ist

Die Studie von Prof. Kirner belegt eindrucksvoll, dass die Umsetzung der Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens nicht nur realistisch, sondern auch leistbar ist. Das Tierwohl-Schnitzel etwa kostet pro Portion nur 2 bis 7 Cent mehr. Niemand kann sagen, dass das nicht bezahlbar wäre. Und niemand soll behaupten, dass der Konsument nicht bereit wäre, das auch zu bezahlen – wüsste er, dass es den Tieren und Landwirten zugutekommt. Nun liegt es an der Politik die nötigen Mittel
bereitzustellen. Zudem braucht es eine Herkunftskennzeichnung, auch in der Gastronomie, die Teil der Gemeinschaftsverpflegung ist. Wenn wir den Feinkostladen Österreich ausbauen und den würdevollen Umgang mit Tieren als fühlenden Wesen fördern wollen, muss es uns das wert sein. Die Landwirte würden sich freuen, auch das zeigt die Studie – worauf wartet die Regierung?“ so Sebastian Bohrn Mena, Sprecher von oekoreich, der Nachfolge-Initiative des
Tierschutzvolksbegehrens. 

Wien (OTS/Common Affairs GmbH) Die jüngst in der renommierten „Berichte über Landwirtschaft – Zeitschrift für Agrarpolitik und Landwirtschaft“ veröffentliche Studie von Leopold Kirner und Bernhard Stürmer bringt überraschende Ergebnisse. Sie zeigt, dass die Umsetzung aller Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens in der Schweinemast zu Mehrkosten von rund 50 Cent pro Kilo Schlachtgewicht führen würde. Rechnet man bestehende Tierwohlförderungen ein, kommt man auf nur noch 35 Cent pro Kilo. Auf die Portion gerechnet, bei einem Schweinsschnitzel mit 200 Gramm, bleiben 7 Cent an Mehrbelastung für Konsumenten übrig.

In der von Kirner & Stürmer angeführten Maximalvariante „Tierwohlstandard 2“ wird mit doppeltem Platzangebot (1,4 Quadratmeter pro Schwein statt aktuell 0,7) mit getrenntem Fress- und Liegebereich ohne Vollspalten, mit Einstreu und Auslauf und dem Verbot von Schwanzkupieren & betäubungsloser Kastration, sowie mit gentechnikfreier Fütterung kalkuliert. In der zweithöchsten Stufe, dem „Tierwohlstandard 1“, mit 1,1 Quadratmeter pro Schwein und ohne Vollspalten, mit Einstreu & Auslauf, sind es überhaupt nur noch 8,5 Cent pro Kilo oder weniger als 2 Cent pro Portion Schweinsschnitzel an Mehrkosten.

Diese Erkenntnisse fließen auch in den laufenden außerparlamentarischen Konsultationsprozess ein, den oekoreich im Vorfeld der baldigen Behandlung des Tierschutzvolksbegehrens im Nationalrat durchführt. Dabei wirken 18 Expert*innen unter Leitung von Koordinatorin DI Sarah Siemers mit, darunter auch der Studienautor Prof. Leopold Kirner von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik. Ziel ist die Identifikation von Ansatzpunkten und die Formulierung von Lösungsvorschlägen für die Weiterentwicklung einer tier- und klimafreundlichen Landwirtschaft.

Die Studie von Prof. Kirner belegt eindrucksvoll, dass die Umsetzung der Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens nicht nur realistisch, sondern auch leistbar ist. Das Tierwohl-Schnitzel etwa kostet pro Portion nur 2 bis 7 Cent mehr. Niemand kann sagen, dass das nicht bezahlbar wäre. Und niemand soll behaupten, dass der Konsument nicht bereit wäre, das auch zu bezahlen – wüsste er, dass es den Tieren und Landwirten zugutekommt. Nun liegt es an der Politik die nötigen Mittel bereitzustellen. Zudem braucht es eine Herkunftskennzeichnung, auch in der Gastronomie, die Teil der Gemeinschaftsverpflegung ist. Wenn wir den Feinkostladen Österreich ausbauen und den würdevollen Umgang mit Tieren als fühlenden Wesen fördern wollen, muss es uns das wert sein. Die Landwirte würden sich freuen, auch das zeigt die Studie – worauf wartet die Regierung?“ so Sebastian Bohrn Mena, Sprecher von oekoreich, der Nachfolge-Initiative des Tierschutzvolksbegehrens.

Insgesamt würden die Umstellungskosten selbst für die maximale Tierwohl-Variante wohl nur wenige Millionen Euro pro Jahr betragen. Eine Investition, die eine aufgeklärte Gesellschaft mit dem Anspruch zu den führenden Nationen in diesem Bereich zählen zu wollen, bereit sein sollte zu tätigen. Klar ist aber auch, dass die Tierwohl-Mehrkosten nicht von den Landwirten getragen werden können. Hier die gesamte Studie.

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