Neues Volksblatt: „Einmaleins“ von Harald GRUBER

Ausgabe vom 2. Dezember 2017

Linz (OTS) - Kommt die Konjunktur in Schwung, kommt die Nachfrage nach Arbeitskräften in Schwung. Soweit am Arbeitsmarkt verfügbar, holen Firmen zusätzliche Kräfte aus der Arbeitslosigkeit oder greifen auf den Pool an neuen Bewerbern zu. So weit das Einmaleins der Wirtschaftspolitik, das durch die aktuellen Daten des AMS und die neuen Expansionspläne des Flugzeugteile-Lieferanten FACC wieder einmal eindrücklich bestätigt wird.
Umso unsinniger erscheint es daher, jetzt weiterhin Steuergeld-finanziert künstliche Beschäftigungs-Biotope zu errichten, in denen Arbeitskräfte (quasi in einem Seitenarm des regulären Arbeitsmarktes) irgendeiner Tätigkeit nachgehen sollen.
Genau so ein Seitenarm wäre das von der SPÖ propagierte Programm „Aktion 20.000“. Ziel: staatsfinanzierte Tätigkeit in öffentlichen Einrichtungen. Kostenpunkt: 780 Millionen Euro. Effekt: nicht mehr als ein (höchstens von Langeweile und Niedergeschlagenheit) befreiter Übergang in die Pension. Mehrwert für die Bevölkerung: höchstens etwas weniger schlechtes Gewissen und ein paar erledigte Kleinigkeiten, die auch sonst nicht aufgefallen oder großartig vermisst worden wären.
Besser angelegt wären diese Gelder jedenfalls in der Qualifizierung gestrandeter Arbeitsloser und in der offensiven Weiterentwicklung der Standortbedingungen. Aber das Einmaleins haben schon in der Schule manche nicht und nicht begreifen wollen.

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