Neues Volksblatt: „Kern-Frage“ von Markus EBERT

Ausgabe vom 7. Oktober 2017

Linz (OTS) - Unabhängig davon, was am Ende dieses unsäglichen Wahlkampfes an gerichtlichen Entscheidungen herauskommt — das Einschalten der Justiz haben ja sowohl ÖVP als auch SPÖ angekündigt —, bleibt ein Faktum unverrückbar: Die SPÖ hat den für seine Methoden bekannten Tal Silberstein engagiert. Wenn also davon die Rede ist, dass die bis aufs sprichwörtliche Messer geführte Auseinandersetzung der Politik insgesamt Schaden zufügt, dann muss die Ricola-Frage gestellt werden: Wer hat's erfunden? Um die Antwort darauf kann sich die SPÖ nicht herumdrücken. Vor einer Woche, nach Auffliegen der Drahtzieher hinter den Anti-Kurz-Facebookseiten, nahm der SPÖ-Bundesgeschäftsführer den Hut — warum, wenn die SPÖ angeblich in der Affäre Opfer und nicht Täter sein soll?
Die SPÖ kann sich auch davor nicht drücken, mit Fragen nach Dirty Campaigning frühzeitig konfrontiert gewesen zu sein. Und schon gar nicht kann sich die SPÖ um die Tatsache herumdrücken, dass sie eine sehr schillernde PR-Figur nun sozusagen als Zeugen der Anklage auf den Schild hebt. Das Opfer zum Täter zu machen: Diese Dirty-Campaigning-Grundregel hat die SPÖ so verinnerlicht, dass ihr nur der Rücktritt von Sebastian Kurz als angemessene Reaktion erscheint. Aber die Antwort auf die alles entscheidende Frage ist das nicht, denn die lautet: Warum um alles in der Welt sollte der Chef dieser SPÖ, Christian Kern, Kanzler bleiben?

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