Neues Volksblatt: „Opportunisten“ (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 1. September 2017

Linz (OTS) - Eigentlich ist das ungeschriebene Lehrbuch „Wie vergeude ich meine Stimme“ mit der unrühmlichen Geschichte des Team Stronach schon sehr gut befüllt. Ein paar politische Wandergesellen haben bewiesen, dass man als Wähler sehr genau hinschauen muss, ehe man am Stimmzetteln sein Kreuz macht. Immerhin hat die Konkursmasse der Milliardärs-Partei noch dafür gereicht, ein Konstrukt wie „Die Weißen“ auf die Liste der am 15. Oktober kandidierenden Parteien zu hieven. Dort findet sich auch die G!LT-Partie von Roland Düringer wieder, immerhin hat man dort — im Gegensatz etwa auch zur Liste Pilz — die Mühsal des Unterschriften-Sammelns auf sich genommen. Die Vorgänge rund um den Spitzenkandidaten Günther Lassi sollten potenziellen Wählern aber eine Warnung sein: Die Chaos-Geschichte des Team Stronach lässt grüßen.
Apropos Pilz: Auch dort findet man ja Polit-Chamäleons, die zuvor bei Grün und Rot ihre politische Heimat hatten, am Ende aber nicht mehr sehr gelitten waren. Dass sich Protagonisten der Pilz-Liste rühmen, dass die Gruppe kein Programm habe, sollte auch hellhörig machen. Ob das Parlament ausgerechnet für Opportunisten der richtige Platz ist, darf jedenfalls bezweifelt werden. Die FPÖ plagen solche Zweifel offenbar nicht, andernfalls hätte man Robert Lugar nach seiner Odyssee von FPÖ über BZÖ zu Stronach wohl kaum mit so offenen Armen wieder aufnehmen können.

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