Neues Volksblatt: „Wirr-Warr“ von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 4. Dezember 2017

Linz (OTS) - Ich gestehe es ein, ich blicke beim Sozialbudget nicht durch: Da gibt es eine veritable Steigerung, für die SPÖ sind es „nur“ 5,6 Millionen, die OÖVP spricht hingegen davon, dass es sich um 23,1 Mio. Euro handelt und außerdem wurde per Nachtragsbudget – hier scheinen sich alle einig – noch einmal 6,6 Mio. Euro zugeschossen. Also offensichtlich fließt mehr Geld in das Soziale. Warum also von Kürzungen geredet wird, ist schleierhaft. Und es ist mir auch schleierhaft, dass, wenn es mehr Geld gibt, das Angebot weniger werden und Mitarbeitern die Kündigung drohen soll. Aber wie gesagt, ich blicke beim Sozialbudget einfach nicht durch: Das Erschreckende ist aber, dass die Verantwortlichen – politisch ist dies SPÖ-Chefin Gerstorfer – ebenfalls nicht den vollen Durchblick zu haben scheinen. Ein solcher Zahlen-Wirr-Warr wäre wohl sonst gar nicht erst entstanden.
Und auch bei der Kontrolle scheint Wirr-Warr zu herrschen, ansonsten wäre es wohl kaum möglich, dass jahrelang offensichtlich gefälschte Rechnungen bezahlt wurden. Am Freitag zeigte sich Gerstorfer „in einer ersten Reaktion“ noch tief betroffen von den mutmaßlichen Betrügereien und erklärte, dass eine externe Prüfung eingeleitet wurde. Gestern wurde bekannt, dass diese Sonderprüfung bereits am 31. Oktober ihren Bericht vorgelegt hatte und Gerstorfer nichts sagte, um die Geschädigten zu schützen – am meisten geschädigt wurde das Sozialressort ...

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