ORF zu 100 Jahre Bundesverfassung: Festakt live, „ZIB 2 History“ und ORF-III-Dokupremiere

Am 1. und 4. Oktober 2020, zudem „Radiokolleg“ und „Betrifft: Geschichte“ in Ö1

Wien (OTS) Am 1. Oktober 2020 wird die österreichische Bundesverfassung 100 Jahre alt. Der ORF würdigt das Jubiläum am Donnerstag, dem 1. Oktober, zunächst mit der Live-Übertragung des parlamentarischen Festakts um 11.00 Uhr in ORF III sowie am Abend mit einer von Armin Wolf präsentierten „ZIB 2 History“ um 22.30 Uhr in ORF 2, die die Bedeutung dieses juristischen Regelwerks als wichtigste Grundlage für das Funktionieren des Staates beleuchtet. Am Sonntag, dem 4. Oktober, feiert um 22.30 Uhr in ORF III die Dokumentation „Österreichs Geschichte im Urteil – 100 Jahre im Namen der Verfassung“ von Gerhard Jelinek und Birgit Mosser ihre TV-Premiere. Die ORF-III-Eigenproduktion blickt auf ein Jahrhundert österreichischer Verfassungsgeschichte sowie die Tätigkeit des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) zurück.

Der Fahrplan in ORF 2 und ORF III

Donnerstag, 1. Oktober

11.00 Uhr, ORF III

„ORF III AKTUELL: Festakt zu ‚100 Jahre Bundesverfassungsgesetz‘“ Die österreichische Bundesverfassung ist das unerschütterliche Fundament unserer freien, demokratischen Republik. Hans Kelsen hat vor 100 Jahren ein juristisches Werk vorgelegt, das bis heute nichts an Gültigkeit und Stellenwert eingebüßt hat. Dieses Jubiläum nimmt das österreichische Parlament zum Anlass für eine Feierstunde, um die Wichtigkeit unserer Verfassung zu unterstreichen und über vergangene und aktuelle verfassungsrechtliche Entwicklungen zu reflektieren. ORF III überträgt den Festakt live.

22.30 Uhr, ORF 2

„ZIB 2 History – 100 Jahre Bundesverfassung“

Armin Wolf meldet sich mit einer „ZIB 2 History“ aus dem Verfassungsgerichtshof in der Wiener Innenstadt. Welche Rolle spielt die Bundesverfassung im politischen System Österreichs? Wie sehr nimmt sie Einfluss auf den Alltag der Menschen? Und wie krisensicher ist die Verfassung selbst? Darüber spricht Wolf u. a. mit dem Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes, Christoph Grabenwarter, sowie – erstmals in einem gemeinsamen Interview – mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der ehemaligen Bundeskanzlerin und ehemaligen Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs, Brigitte Bierlein.

Der Generaldirektor des österreichischen Staatsarchivs, Helmut Wohnout, hat für die „ZIB 2 History“ das Original der Verfassung aus dem Keller des Staatsarchivs in Wien geholt. Der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer erzählt, wie die Verfassung, also die Grundlage des Staates, am Beginn der Ersten Republik entstanden ist. Zu sehen auch ein Ausschnitt aus einem historischen Interview mit Hans Kelsen, dem Vater der Verfassung.

Die „ZIB 2 History“ geht auch der Frage nach, warum sich etwa Regelungen für Taxifahrer in der Verfassung wiederfanden. Oder warum Schulgesetze bis 2005 nur mit 2/3 Mehrheit geändert werden konnten. Und wie in Kärnten versucht wurde, mit der Verrückung von Ortstafeln die Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs zu zweisprachigen Ortstafeln zu umgehen. Außerdem – muss die Verfassung nach 100 Jahren nicht vereinfacht und modernisiert werden?

Sonntag, 4. Oktober

22.30 Uhr, ORF III

„Österreichs Geschichte im Urteil – 100 Jahre im Namen der Verfassung“

Vor 100 Jahren, am 1. Oktober 1920, wurde in der noch jungen Republik Österreich das Bundesverfassungsgesetz 1920 beschlossen. Im gleichen Jahr wurde auch der Friedensvertrag von St. Germain rechtswirksam, der die Konsequenzen des Ersten Weltkriegs besiegelte. Die österreichische Bundesverfassung ging auf Entwürfe Hans Kelsens zurück und stellt bis heute den zentralen Bestandteil des Verfassungsrechts dar. Zuletzt im Zuge des Ibiza-Skandals 2019, nach dem durch einen Misstrauensantrag die damalige Bundesregierung entlassen wurde, war die Bedeutung der Bundesverfassung ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Bereits legendär ist in diesem Zusammenhang die Aussage von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der angesichts der Regierungskrise von der „Eleganz der österreichischen Verfassung“ sprach. Schon drei Jahre zuvor sorgte eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes dafür, dass die Bundespräsidentenwahl wiederholt werden musste. Die Dokumentation beleuchtet die Arbeit und die Entscheidungen des Höchstgerichts, in denen sich 100 Jahre österreichische Verfassungs- und Zeitgeschichte sowie Politik mit all ihren Brüchen und Konflikten widerspiegeln.

„Radiokolleg“ und „Betrifft: Geschichte“ in Ö1

„Fundament des Staates“ lautet der Titel des vierteiligen „Radiokolleg“ von Montag, dem 28. September, bis Donnerstag, den 1. Oktober, jeweils um 9.05 Uhr in Ö1. Anlässlich des Verfassungsjubiläums widmet sich das „Radiokolleg“ der Entstehung der Bundesverfassung und stellt die Grundprinzipien Demokratie, Republik, Bundesstaat und Rechtsstaat ins Zentrum. Die Geschichte der österreichischen Bundesverfassung erläutert Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer anlässlich des 100. Jahrestages dann in „Betrifft:
Geschichte“ von Montag, dem 5., bis Freitag, den 9. Oktober, jeweils um 17.55 Uhr in Ö1.

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