ORF zum 75er von Alfred Komarek: Neue Porträts, „Polt“-Verfilmungen, „Universum“-Folge

Ab 3. Oktober in ORF 2, ORF III, 3sat und Ö1

Wien (OTS) Mit seinem eigenbrötlerischen Weinviertler Gendarmen Simon Polt hat Alfred Komarek eine Kultfigur der deutschsprachigen Kriminalliteratur geschaffen, die durch Julian Roman Pölslers ORF-Verfilmungen mit Erwin Steinhauer zum Leben erweckt wurde. Am 5. Oktober 2020 feiert der vielfach preisgekrönte Autor zahlreicher Bücher, Hörspiele, Essays, Erzählungen und TV-Drehbücher sowie Ö3-Pionier, der als Gestalter der beliebten Reihe „Melodie exklusiv – Sentimentale Beispiele“ fungierte, seinen 75 Geburtstag. Der ORF würdigt den Jubilar im Fernsehen und Radio und gratuliert mit dem neuen Filmporträt „Alfred Komarek – Der Geschichtensammler“ (5. Oktober, ORF 2), zwei „Polt“-Dacapos (am 3. und 5. Oktober, ORF 2 und ORF III) und einer von Komarek mitgeschriebenen „Universum“-Folge über das Weltkulturerbe Hallstatt (3sat) sowie einer Ausgabe der Ö1-Porträtreihe „Menschenbilder“ (4. Oktober).

Die Sendungen im chronologischen Überblick:

Samstag, 3. Oktober: „Polt muss weinen“ (15.00 Uhr, ORF III) und „Polt.“ (23.20 Uhr, ORF 2)

Im Jahr 2000 entstand unter der Regie von Julian Roman Pölsler die erste Verfilmung von Alfred Komareks „Polt“-Reihe: „Polt muss weinen“. Im niederösterreichischen Pulkautal, in authentischer Umgebung – in idyllischen Kellergassen, malerischen Weinbergen und romantischen Kellern – untersucht Erwin Steinhauer alias Gendarmerieinspektor Simon Polt einen ungewöhnlichen Todesfall. Umso unangenehmer ist es dem eigenbrötlerischen Ordnungshüter, als ein unliebsamer Gemeindebürger in dessen Weinkeller tief unter den Presshäusern der Kellergasse tot aufgefunden wird und sich der Verdacht des Mordes aufdrängt. Polt, der fast jeden in der Gegend seit Jahren persönlich kennt, muss nun unter ihnen ermitteln. Ein Dacapo des Films ist am Montag, dem 5. Oktober um 0.00 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Mit der 2013 entstandenen fünften „Polt“-Verfilmung nach Alfred Komareks Romanvorlage feierte das bewährte Trio Komarek, Pölsler und Steinhauer nach zehnjähriger Pause sein Comeback. Der ehemalige Landgendarm Simon Polt ist mittlerweile in Pension und hat auch kaum noch Kontakt zu seinen Arbeitskollegen. Sein Leben ist wesentlich ruhiger geworden, entspannt blickt er der gemeinsamen Zukunft mit seiner Langzeitfreundin entgegen. Doch das ändert sich schlagartig, als eine Leiche gefunden wird. Niemand will den Toten gekannt haben, aber einige scheinen doch mehr von ihm zu wissen, als sie der Polizei gegenüber zugeben wollen. Und so kommt es zu einem weiteren Auftritt von Simon Polt – voller Spannung, psychologischer Raffinesse und hintergründigem Humor.

Sonntag, 4. Oktober, 14.10 Uhr, Ö1: „Menschenbilder – Anstiftung zum Innehalten“

„Anstiftung zum Innehalten“ lautet der Titel dieser Ausgabe der Ö1-Porträtreihe „Menschenbilder“ über den Schriftsteller Alfred Komarek. Er fing als Student zu schreiben an, weil er dringend Geld brauchte: Glossen und Reportagen für Zeitungen, bald aber auch Texte für das Radio. Es folgten Erzählungen, TV-Drehbücher und Romane. Sein erster Kriminalroman „Polt muss weinen“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis als bester deutschsprachiger Krimi ausgezeichnet. Sechs seiner sieben „Polt“-Romane wurden als ORF-Koproduktionen mit ARTE für das Fernsehen verfilmt. Während die Polt-Romane von Alfred Komarek ins Weinviertel führen, erzählen Romane wie „Die Villen der Frau Hürsch“, „Die Schattenuhr“, „Narrenwinter“ oder „Doppelblick“ vom Leben im Salzkammergut. Alfred Komarek lebt heute abwechselnd in Wien, in seinem Geburtsort Bad Aussee und in Niederösterreich. Der genaue Blick auf Menschen und Landschaften zeichnet die Texte des Schriftstellers aus. Mit seinem umfangreichen Werk wurde er zu einem vielgelesenen, literarischen Wegbegleiter durch österreichische und europäische Kulturlandschaften.

Montag, 5. Oktober, ORF 2: Neues „kulturMontag“-Porträt „Alfred Komarek – Der Geschichtensammler“ (23.40 Uhr), danach „Polt muss weinen“ (0.00 Uhr)

Mit seinem Inspektor Simon Polt erschuf der gebürtige Bad Ausseer Alfred Komarek eine österreichische Figur, die aus der deutschsprachigen Krimilandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Kongenial wurde er von Erwin Steinhauer in der vom ORF verfilmten, beliebten „Polt“-Reihe dargestellt. Der brummige, dem Wein nicht abgeneigte Ermittler ist allen Leserinnen und Lesern ans Herz gewachsen. Komareks Romane sind aber vor allem ironische und liebevolle Milieustudien des Weinviertels. In Bad Aussee geboren, kam er als Student nach Wien, und begann zu schreiben, da er laut eigenen Angaben „dringend Geld brauchte“. Die ersten schriftstellerischen Arbeiten waren Glossen und Reportagen für Zeitungen. Mit Texten für das Radio gewann er in den 1970er Jahren eine große Fangemeinde – die Ö3-Sendung „Melodie exklusiv“ wurde legendär. Für das neue Filmporträt von Sandra Krieger zum 75. Geburtstag öffnet der passionierte Sammler die Türen zu seinen „drei Höhlen“, wie er seine Wohnsitze in Wien, im Salzkammergut und im Weinviertel nennt. Darin befinden sich allerhand schöne, wunderliche und besondere Dinge.

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