Pflegevorsorgebericht 2018 veröffentlicht | Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, 20.12.2019

Wien (OTS) „Pflege geht uns alle an!“ weist Sozialministerin Brigitte Zarfl anlässlich der Veröffentlichung des Pflegevorsorgeberichts 2018 auf den hohen gesellschaftlichen Stellenwert der Pflege hin. Bund und Bundesländer erstellen im Arbeitskreis Pflegevorsorge jährlich einen Bericht zur Pflegevorsorge, der nun vorliegt. Die heute präsentierten Zahlen zeigen eindeutig: Betreuende Angehörige sind nicht nur der „größte Pflegedienst“ Österreichs, sondern auch eine der tragenden Säulen unseres Pflegevorsorgesystems. „Rund drei Viertel der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause – teils mit Unterstützung durch soziale Dienste – mit viel Engagement von ihren Angehörigen gepflegt und versorgt“, so die Sozialministerin. Die Pflege durch Angehörige ist nach wie vor „weiblich“. Der Anteil der Frauen beträgt in der häuslichen Pflege 73%, in der stationären Langzeitpflege 63%.

„Pflege hat viele Facetten – es ist eine sehr sinnstiftende Tätigkeit, die hohe menschliche Kompetenz erfordert. Sie ist aber auch eine enorme Herausforderung, die oftmals mit großen psychischen Belastungen verbunden ist. Besonders kräftezehrend ist die Pflege und Betreuung von Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen“, so die Sozialministerin.

In der stationären Langzeitpflege spielt Demenz mit 43% die größte Rolle. Mit der Entwicklung der österreichischen Demenzstrategie „Gut leben mit Demenz“ im Jahr 2015 wurde daher der Grundstein für einen Orientierungsrahmen gelegt, Menschen mit demenziellen Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen bestmöglich zu unterstützen.

Der Österreichische Pflegevorsorgebericht 2018 beleuchtet die folgenden fünf Hauptthemen:

  • Allgemeiner Teil; aktuelle Entwicklungen und neue Auswertungsergebnisse
  • Qualitätsteil; Überblick über qualitätssichernde Maßnahmen
  • Demenz; Umsetzung der Demenzstrategie sowie Demenzprojekte der Bundesländer
  • Geldleistungsteil; Daten über Bezieherinnen und Bezieher von Pflegegeld und Pflegekarenzgeld sowie den finanziellen Aufwand
  • Soziale Dienstleistungen; beinhaltet Auswertungen aus der Pflegedienstleistungsstatistik

Um die Situation der Betroffenen zu verbessern, werden seit Jahren im Auftrag des Sozialministeriums Hausbesuche zur Qualitätssicherung durchgeführt. Seit diesem Herbst gibt es nun auch das Österreichische Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen in der 24-Stunden-Betreuung.

„Mit dem aktuellen Pflegevorsorgebericht 2018 steht eine weitere wichtige Planungsreferenz für die Pflegeentwicklung zur Verfügung. Insgesamt ist die Weiterentwicklung der Pflegevorsorge, angesichts der demografischen Entwicklung eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung,“ so Bundesministerin Zarfl abschließend.

Der Download des österreichischen Pflegevorsorgeberichts 2018 findet sich unter:

https://broschuerenservice.sozialministerium.at/Home/Download?publicationId=719

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz
Pressesprecher Mag. Gerd Jung, MBA
+43 (1) 71100-86 2476
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