„profil“: Susanne Wiesinger: „Schuljahr müsste wiederholt werden“

Pflichtschulgewerkschafter Kimberger: „Können Vieles reparieren“ / Poly-Sprecherin: „Kein falsches Bild vorgaukeln“

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, plädiert die Buchautorin („Kulturkampf im Klassenzimmer“), frühere Ombudsfrau im Bildungsministerium und Volksschullehrerin in Wien Favoriten, Susanne Wiesinger, für breitflächige Wiederholung des Schuljahres an sogenannten „Brennpunktschulen“ aber auch an manch städtischen Unterstufen-Gymnasien. In Schulen, in denen die Kinder bereits vor Corona enorme Defizite mitgeschleppt hätten. „Nun ist ein so großer Leistungsabfall zu bemerken, dass ich nur eine Lösung sehe: Das Schuljahr müsste wiederholt werden – von einer Vielzahl der Kinder.“ An ihrer Schule würde das auf einen „Großteil“ zutreffen.

Zur Lösung des Unterrichtsministers Heinz Faßmann, bei der Notengebung „Milde statt Härte“ walten zu lassen, meint sei: „Wir haben schon bisher Milde walten lassen. Aber die Defizite müssen aufgeholt werden. Sonst ist es nicht Milde, sondern Vernachlässigung.“

Der Chef der Pflichtschulgewerkschaft, Paul Kimberger, ist zuversichtlicher. Mit einer intensiven Förderung im Sommersemester könne man Vieles reparieren. Dann sei es am Ende des Schuljahres „überhaupt kein Problem, Zeugnisse nach den üblichen Kriterien auszustellen“.

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