Rendi-Wagner/Wimmer: Regierung muss Kahlschlag in heimischer Industrie verhindern!

Jetzt geht’s ans Eingemachte – SPÖ fordert Türkis-Grün auf, sofort zu handeln: Es gilt Kündigungswellen und drohende Standortschließungen wie bei MAN zu verhindern

Wien (OTS/SK) Österreich droht im Herbst eine zweite Kündigungswelle, deren Vorboten in der heimischen Industrie längst sichtbar sind. Neben den akut von der Schließung bzw. von Kündigungen in großem Umfang bedrohten Betrieben wie Swarovski in Wattens, ATB in Spielberg, Opel in Wien und der Kartonfabrik Mayr-Melnhof in Hirschwang steht jetzt auch der MAN-Standort in Steyr mit 2.300 Beschäftigten vor dem Aus. SPÖ-Bundesparteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner fordert die türkis-grüne Bundesregierung angesichts der dramatischen Lage am Arbeitsmarkt auf, „sofort zu handeln und weitere Kündigungen und drohende Standortschließungen zu verhindern“. SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer betont am Freitag: „Was wir jetzt sehen, sind längst keine Einzelfälle mehr. Es beginnt an allen Ecken und Enden zu brennen, quer über alle Branchen. Jetzt muss genau das gelten, was immer versprochen wurde: Es darf niemand zurückgelassen werden. Koste es, was es wolle!“ ****

Zahlreiche Flaggschiffe der österreichischen Industrie drohen wegzubrechen, warnt Rendi-Wagner „vor einem schweren Schlag für die österreichische Volkswirtschaft“, der das Potenzial habe, „ganze Regionen veröden zu lassen“. Das dürfe „nicht einfach achselzuckend als Corona-Kollateralschaden zur Kenntnis genommen werden“, sagt Rendi-Wagner in Richtung türkis-grüner Regierung und mahnt davor, die „Krise einfach aussitzen zu wollen oder zu glauben, dass PR-Gags und Steuergeschenke ein tauglicher Ersatz für eine funktionierende Industriepolitik sind“.

„Jetzt muss die gesamte politische Kraft des Landes aufgebracht werden, um sofort mit den Verantwortlichen in den Konzernen unter Einbindung der Arbeitnehmervertreter und der regionalen politischen Ebene Krisengespräche zu führen“, sagt Wimmer. „Es muss so viel Geld wie notwendig für Investitionsprogramme in die Hand genommen werden und auch den Konzernverantwortlichen mit aller Deutlichkeit klargemacht werden, dass Massenentlassungen das Schädlichste überhaupt sind“, so der SPÖ-Industriesprecher, der an die Lehren der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise erinnert: „Ganze Länder in Europa haben damals ihren industriellen Kern verloren. Das darf sich in Österreich nicht wiederholen!“ Die Regierung darf darum ihre „Schlagkraft nicht länger für interne Streitereien verwenden – jetzt geht’s wirklich ans Eingemachte“, so Wimmer. Die drohende Kündigungswelle wird auch Gegenstand der von der SPÖ einberufenen Nationalratssitzung am Montag sein. (Schluss) ls/bj

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