Schulkonflikte – Hammerschmid: “Regierung soll endlich die Kürzungen bei SchulpsychologInnen und SozialarbeiterInnen zurücknehmen”

Wien (OTS/SK) SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid betont, dass man beim Thema Gewalt und Mobbing an Schulen möglichst früh und an der Wurzel ansetzen muss. Das bedeutet, Bewusstsein bei allen Beteiligten, den SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern zu schaffen, was Mobbing und Gewalt anrichten können. Und: “Man muss alles tun, damit die Probleme erst gar nicht entstehen und in Mobbing und Gewalt münden.” Dazu brauchen die Schulen aber auch Unterstützung von SozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen. “Die Kürzungen durch die Regierung sind dabei alles andere als hilfreich”, sagt Hammerschmid. Sie fordert vom Bildungsminister Faßmann, dass diese Kürzungen wieder zurückgenommen werden. ****

Hammerschmid hält den Ansatz der Bildungsforscherin Christiane Spiel für sehr wichtig. Die Wissenschaftlerin hat heute im ORF-Morgenjournal erläutert, dass es wenig bringen wird, nur die aggressiven SchülerInnen aus der Klasse herauszunehmen; denn Konflikte seien immer ein Problem der gesamten Klasse und Schule. Entscheidend sei, wie die gesamte Klasse, die LehrerInnen und die Schulleitung in Konfliktsituationen agieren. Deswegen müsse die Lösung auch immer die gesamte Klasse und Schule miteinbeziehen.

Hammerschmid weist darauf hin, dass es sehr gute und bewährte Modelle gegen Mobbing und Gewalt an Schulen gibt, zum Beispiel Peer-Mentoring-Programme für SchülerInnen. “Schülerinnen und Schüler erkennen naturgemäß sehr viel früher, wenn problematische Situationen entstehen. Im Peer-Mentoring werden SchülerInnen ausgebildet, solche Situationen zu erkennen und deeskalierende Lösungen zu erarbeiten. Diese Maßnahmen arbeiten gesamtheitlich. Sie setzen früh an. Sie nutzen die Erkenntnisse aus Sozialarbeit, Pädagogik und Bildungswissenschaft”, erläutert Hammerschmid. (Schluss) mr/wf/mp

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