SPÖ-Kollross: Leben retten im toten Winkel

Andreas Kollross bringt Petition für eine verpflichtende Einführung eines Abbiegeassistenten für LKW ein

Wien (OTS/SK) In Wien verstarb vor eineinhalb Jahren ein 9-jähriger Bub, nachdem er von einem LKW-Fahrer im toten Winkel übersehen wurde. Im Jahr 2019, dem aktuellsten Jahr, das von der Statistik Austria ausgewertet wurde, kamen neun Menschen in solchen Unfallsituationen ums Leben. In den fünf Jahren davor bewegte sich diese Zahl zwischen 14 und 21 Todesopfern. Der SP-Kommunalsprecher Andreas Kollross kritisiert, dass seit einem Jahr das Thema auf der politischen Agenda keine Rolle mehr spielt und eingeschlafen ist. ***

Kollross brachte daher eine Anfrage und Petition im Nationalrat ein. Darin fordert er die verpflichtende Einführung eines Abbiegeassistenten für LKW. Kollross dazu: „Vor über einem Jahr startete wegen des Tods des Buben eine Online-Petition, um die verpflichtende Installation von Abbiegeassistenten für LKW zu erkämpfen. Die Initiative wurde von 74.638 Menschen unterstützt. Seitdem ist auf Bundesebene nichts geschehen. Hier muss endlich wieder Fahrt aufgenommen werden. Der tote Winkel muss endlich ausgeleuchtet werden und darf nicht im Dunklen bleiben, nur weil Logistikunternehmen nicht für die Kosten aufkommen wollen“.

Die deutsche Unfallforschung der Versicherer (UDV) geht davon aus, dass etwa ein Drittel der im Straßenverkehr getöteten RadfahrerInnen bei Abbiegeunfällen ums Leben kommen. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2011, die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Auftrag gegeben wurde, ergab, dass – bezogen auf alle Unfälle zwischen LKW und RadfahrerInnen und FußgängerInnen – fast die Hälfte mit Hilfe eines Abbiegeassistenten vermeidbar gewesen wäre.

Für den Nationalratsabgeordneten ist klar, dass Abbiegeassistenten erheblich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Straßenverkehr beitragen und Unfälle zwischen rechtsabbiegenden LKW und ungeschützten VerkehrsteilnehmerInnen verhindern. „Abbiegeassistenten retten Leben. Was sind da schon 2.000 bis 3.000 Euro, die so eine Nachrüstung kostet und dann auch noch mit bis zu EUR 900 pro neu installiertem System vom Verkehrsministerium gefördert wird?“, fragt Kollross.

Seit 2011 gibt es die technische Möglichkeit des Einbaus eines Abbiegeassistenten für LKW. Bereits 2017 wurde im Verkehrsministerium das Testprojekt „Mobil-Eye” gestartet, in dem LKW mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet wurden. Auch die „General Safety Regulation” der Europäischen Kommission vom 17. Mai 2018 fordert die Einführung von elektronischen Abbiegeassistenten für LKW und Busse.

„Die Einführung von verpflichtenden Abbiegeassistenten und eine entsprechende Nachrüstung für bereits zugelassene LKW ist aus all den genannten Gründen zwingend geboten. Die Bundesregierung ist gefordert, eine Novelle des Kraftfahrgesetzes zu verabschieden, wonach bereits zugelassene, österreichische Lastkraftwagen mit technisch geeigneten Abbiegeassistenzsystemen verpflichtend nachzurüsten sind. Zudem muss sich die Regierung auf EU-Ebene für einen auch später gültigen technischen Rahmen von Standards einsetzen“, fordert Kollross. (Schluss) sd/ls

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