Stärkung der Allgemeinmedizin jetzt! | Österreichische Gesellschaft für Allgemein

Wien (OTS) - Eine jüngst vom Grazer Institut für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung veröffentliche Studie zeigt ein geringes Interesse von Studenten und jungen Ärztinnen und Ärzten, sich für die Allgemeinmedizin zu entscheiden. Dieser erhobenen Stimmung entsprechen auch die zunehmenden Schwierigkeiten, Planstellen für Allgemeinmedizin unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nachzubesetzen. Bemerkenswert ist aber, dass für jeden zweiten der befragten Studenten Allgemeinmedizin trotzdem eine interessante Option darstellt und dass für mehr als die Hälfte der Studenten Selbstständigkeit ein anstrebenswertes Ziel ist. Es ist daher dringend angezeigt, über die mangelnde Attraktivität des Berufsbildes „Arzt für Allgemeinmedizin“ nachzudenken. 

Aus Sorge um die zukünftige Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung fordert die Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM) dringend Maßnahmen, die die geringe Attraktivität des Berufes „Arzt für Allgemeinmedizin“ erhöhen. Einige in den diversen Wahlprogrammen zu lesende Maßnahmen waren schon in den vergangenen Regierungserklärungen zu finden. Einige darin enthaltene neue Ideen gehen aus unserer Erfahrung an den Bedürfnissen der Bevölkerung - insbesondere im ländlichen Raum - vorbei. Manche davon nützen vielleicht der IT-Industrie, gefährden aber die Beziehungsmedizin. Im Sinne der Patientinnen und Patienten ist die tatsächliche Durchführung von Maßnahmen notwendig, die die Entscheidung für das Fach Allgemeinmedizin begünstigen. Die wichtigsten Punkte aus unserer Sicht sind:

  • Investitions- und Förderprogramme für Ordinationen in schwer zu besetzenden Regionen
  • Erleichterung für Gruppen- und Übergabepraxen in allen Bundesländern 
  • Möglichkeiten für Jobsharing bzw. Anstellung von Ärzten bei Ärzten, um Teilzeittätigkeit zu ermöglichen
  • Eine faire Honorierung
  • Die Berufsbezeichnung „Facharzt für Allgemeinmedizin“

Die alleinige Konzentration auf die Errichtungen neuer Primärversorgungseinrichtungen wird nur einen Teil der Probleme lösen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christoph Dachs, Präsident ÖGAM
06645128912, office@oegam.at, www.oegam.at



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