Thomas Bubendorfer auf Ö3 über sein Kletter-Comeback nach seinem schweren Unfall: „Wenn ich gehen kann, kann ich auch wieder klettern“

Der Extrembergsteiger heute in Ö3-"Frühstück bei mir" ganz persönlich

Wien (OTS) - Anfang März schwebte Thomas Bubendorfer eine Woche lang in Lebensgefahr: nach seinem Absturz aus zehn Metern Höhe beim Eisklettern waren alle Rippen – bis auf eine – gebrochen, die Leber und die Lunge zerrissen, sein rechter Fuß zerschmettert. Drei Monate nach dem schweren Unfall besuchte Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl den rekonvaleszenten Extremkletterer für Ö3-"Frühstück bei mir" in seiner Wahlheimat Monaco. In seiner Wohnung im 24. Stock mit weitem Blick auf Monte Carlo sagte er Erstaunliches: "Ich werde ab Mitte Juni wieder klettern. Dann brauche ich keine Krücken mehr. Und wenn ich gehen kann, kann ich auch klettern."

Ob er – jetzt schon zum zweiten Mal Überlebender eines schweren Kletterunfalls – sein Schicksal nicht herausfordert? Da differenziert der 55-Jährige: "Ich bin jetzt ja nicht beim Klettern, sondern beim Abseilen abgestürzt. Bei einer Routinegeschichte: Ich habe das Seil zu wenig weit durchgezogen, ich war einfach mit dem Kopf ganz woanders. Dann fällt man hinunter wie ein Stein." Dass er viel Glück hatte, ist dem Extrembergsteiger bewusst: "Ich bin in ein Flussbett gefallen, mit dem Gesicht nach unten, das Wasser war dort circa zwanzig Zentimeter hoch. Hätte mich mein Kletterpartner nicht so schnell geborgen, wäre ich ertrunken." Gelernt habe er durch diesen Absturz: "…dass ich mehr Auszeiten brauche. Ich schalte nie ab, bin dauernd von geplanten Expeditionen, Vorträgen, Buchprojekten getrieben." Und der Salzburger, der eigentlich als weltweit Vortragender über "intelligente Leistungsentwicklung" sein Geld verdient und dabei auch immer die Wichtigkeit von Regeneration betont, kehrt jetzt auch vor seiner eigenen Türe: "Ich habe gelernt, dass ich öfter Pausen brauche."

Neun Kilo Muskelmasse habe er nach dem Unfall abgebaut, so Bubendorfer. Durch Schwimmen und jetzt auch Training am Ergometer versuche er seine Fitness wiederzuerlangen. Und die Ärzte – so Bubendorfer – versichern, dass durch diesen Absturz keine nachhaltigen Schäden bleiben: "Meine größte Sorge war, dass der rechte Fuß gehandicapt bleibt – denn seit meinem Absturz 1988 ist ja mein linkes Sprunggelenk kaputt. Aber bei meiner letzten Untersuchung war zu sehen, dass das rechte Sprungbein nicht abstirbt – das war meine größte Sorge – sondern sich erholt. Ende Juni kommen fünf Schrauben heraus, drei bleiben drin, und dann ist es wie vorher."

Nächstes Jahr möchte Bubendorfer wieder für einen Alleingang nach Tibet aufbrechen, derzeit widmet er sich seinen Memoiren – es wird das erste Buch, das er auf Englisch schreibt. "Ich schreibe über die Entwicklung des 12-Jährigen, den es ein Leben lang zu den Bergen gezogen hat. Und besonders über die Entwicklung und die Lehren vom Unfall vor drei Monaten bis jetzt." In den Bergen und auf Felswänden sieht sich der Grenzgänger noch viele Jahre: "Ich klettere, weil es mein Leben ist."

Ö3-"Frühstück bei mir" – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3 und zum Nachhören online auf oe3.ORF.at.

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