Trotz Coronapause: bisher heuer österreichweit 231 VGT-Demos gegen Vollspaltenboden | VGT

Ob Aktionen, Protestkundgebungen, Informationsveranstaltungen oder Besuche des „Grunzmobils“ mit 5 m Schwein: im Mittel 1 VGT-Event pro Tag für die Schweine

Wenn die Bundesregierung nicht auf die große Mehrheit von 94 % der Menschen hört, werden wir unsere Anstrengungen verdoppeln.

Martin Balluch, VGT-Obmann

Wien (OTS) Schon Anfang der 1990er Jahre forderte der VGT ein Verbot des tierquälerischen Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu für Schweine. Damals war Tierschutz für Nutztiere noch ein Fremdwort. Doch mehr als 25 Jahre später hat sich das Bewusstsein in der Bevölkerung gewandelt, 94 % der Menschen wollen eine gesetzlich verpflichtende Stroheinstreu statt Vollspaltenboden für Schweine. Seit Mitte April 2019 forciert der VGT seine diesbezügliche Kampagne und kann eine beachtliche Bilanz vorweisen. Trotz Coronapandemie von März bis Mai gab es österreichweit im Mittel einen öffentlichen Event des VGT gegen Vollspaltenboden pro Tag, neben den Aufdeckungen zahlreicher Skandale von Schweinefabriken mit diesem Boden. 124 Protestkundgebungen, 67 Informationsveranstaltungen, 12 öffentliche Filmpräsentationen, 20 Kundgebungen mit dem sogenannten Grunzmobil, einem 5 m großen Schwein, sowie 8 Aktionen ergeben 231 Events insgesamt nur im heurigen Jahr bisher, von Bregenz bis Eisenstadt. Geleistet wird diese Arbeit zu 90 % von ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen und Aktivist_innen, die neben ihren täglichen Verpflichtungen viel Zeit für die Schweine erübrigen.

„Das ist erst der Anfang“, kündigt VGT-Obmann Martin Balluch eine Intensivierung der Aktivitäten an. „Wenn die Bundesregierung nicht auf die große Mehrheit von 94 % der Menschen hört, werden wir unsere Anstrengungen verdoppeln. Es kann nicht sein, dass die Landwirtschaftsministerin unsere Forderung einfach ignoriert und sich keiner öffentlichen Diskussion stellt. Die Propaganda von wegen Einbruch der Produktionszahlen bei Geflügel aufgrund verschärfter Tierschutzbestimmungen kann sie mir nicht erzählen, das Gegenteil ist der Fall. 2019 wurde in Österreich mehr Geflügelfleisch produziert als jemals zuvor und verschärft wurden die Bestimmungen zur Haltung von Mastgeflügel in Österreich überhaupt noch nicht. Genug gelogen, es wird Zeit, sich der Realität zu stellen. Schweine brauchen Stroh, und dafür muss nun das Bundestierschutzgesetz reformiert werden!“

Rückfragen & Kontakt:

VGT – Verein gegen Tierfabriken
DDr. Martin Balluch
Kampagnenleitung
01 929 14 98
medien@vgt.at
http://vgt.at



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