„Undercover unter Tieren“: „Universum“ ist „klugen Köpfen auf der Spur“

Am 23. Juni um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Schimpansen verwenden Zweige, um Termiten und andere Leckerbissen zu ergattern, die Geradschnabelkrähe in Neukaledonien ist eine wahre Meisterin, wenn es gilt, Engerlinge aus morschem Holz hervorzulocken. Womöglich noch schlauer agiert der Drongo, ein Singvogel, in der Kalahari in Südafrika: Er lässt die Erdmännchen für sich arbeiten. In Teil zwei der dreiteiligen „Universum“-Serie „Undercover unter Tieren“ sind John Downers täuschend ähnliche Tierpuppen am Dienstag, dem 23. Juni 2020, um 20.15 Uhr in ORF 2 „Klugen Köpfen auf der Spur“ und halten mit ihren Kamera-Augen fest, wie intelligent und lösungsorientiert Tiere handeln. Eine ganze Reihe nachgebauter Wildtiere mit Hi-Tech-Innenleben hat das Team um John Downer für die BBC-Serie (Bearbeitung: Jutta Karger) aufgeboten. Teil drei der BBC-Produktion – „Gemeinsam statt einsam‘“ (30. Juni) – widmet sich dem Teamwork in der Tierwelt.
Einen Drongo als Nachbarn zu haben ist für Erdmännchen eigentlich von Vorteil: Der Vogel ist immer wachsam – und wenn er einen Greifvogel nahen sieht, warnt er auch die Erdmännchen verlässlich mit seinem durchdringenden Schrei. So können sie sich rechtzeitig in ihren unterirdischen Bauten verstecken. Dabei lassen sie oft frisch erbeutete Insekten und andere Leckerbissen zurück. Die holt sich dann der Drongo. Und weil diese Methode so gut klappt, wendet er seinen Warnschrei gelegentlich auch an, wenn gar kein Fressfeind in der Nähe ist. Die Erdmännchen fallen auf diesen falschen Alarm aber nicht oft herein – und dann setzt der schlaue Vogel sein ganz besonderes Talent ein: Er verstellt seine Stimme und imitiert den Warnruf der Erdmännchen. Die eigenen Artgenossen nehmen Erdmännchen immer ernst; sie fliehen und die fetten Bissen bleiben – wie die mit Kameras ausgestatteten Tier-Attrappen von John Downer dokumentieren – für den Drongo übrig.

Eine ganz andere List ist manchmal nötig, um das Überleben von Straußen-Küken zu sichern: Die frisch geschlüpften Jungen können noch lange nicht so schnell laufen wie ihre Eltern und wären für einen hungrigen Leoparden leichte Beute. Während der Straußen-Vater seine Brut zusammenhält, versucht die Henne den Jäger abzulenken: Sie tut so, als ob sie verletzt wäre und nur langsam laufen könnte. Eine derart gute Gelegenheit kann sich der Leopard nicht entgehen lassen:
Er nimmt die Verfolgung auf, die „schauspielernde“ Straußenmutter lockt ihn in die entgegengesetzte Richtung fort. Bis er merkt, dass er sie doch nicht einholen kann, ist er weit weg von den Küken. Seeotter im Meer vor Alaska tauchen wiederum nach Steinen, um darauf besonders widerstandsfähige Schalentiere aufzuklopfen, Kapuzineraffen in Brasilien benutzen Steine zum Nüsseknacken, und die neukaledonische Geradschnabelkrähe stutzt sogar Blattstiele zurecht, um Käferlarven aus einem morschen Baumstamm zu angeln: Sie stupst das Insekt so lange, bis es sich wehrt und sich in den Halm verbeißt – dann zieht sie es aus seinem Versteck und verspeist es. Junge Krähen lernen, indem sie erfahrene Artgenossen beobachten und dann nachahmen. Den Gebrauch von Gegenständen und das Lernen von anderen betreiben die Orang-Utans auf Borneo auf besonders hohem Niveau – sogar über Speziesgrenzen hinweg: Von Menschen haben sie sich abgeschaut, wozu man Seife verwenden kann – und sie schrecken auch nicht davor zurück, den Gebrauch einer Handsäge auszuprobieren.

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